Notizen 154

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Welcher Humortyp sind Sie?

Können Sie über sich selbst lachen? Nicht nötig. Humorforscher haben herausgefunden: Es gibt verschiedene Humortypen. Man erkennt sie daran, worüber sie lachen.

Quelle Bild: Galaxy-Magazine

Noch nicht lange beschäftigen sich Forscher damit, was Humor ist oder ausmacht. Untersuchungen aus verschiedenen Sprachen haben zumindest eine Kategorisierung erbracht: Humor, Spaß, Witz und Spott. Aber wer was wie empfindet, ist noch lange nicht geklärt. Besonders was Spott betrifft, da gibt es Unterschiede unter den Völkern. Nicht nur die Türken finden manches nicht spaßig, worüber wir auch nicht lachen können. Die eher wenig für ihren Humor bekannten Dänen und Schweizer haben auch wenig Angst davor, ausgelacht zu werden. Anders bei den Briten: Im Land des schwarzen Humors á la Monty Python ist die Angst davor, durch Spott bloßgestellt zu werden, entsprechend groß. Psychologen haben sogar ein eigenes Wort für die Furcht davor gefunden: Gelotophobie (von gelos = Lachen und Phobia = Angst).
Zurück zum Witz. Was macht einen Wirtz eigentlich aus? Es ist die Pointe, das überraschende, unerwartete Ende, die Auflösung der Spannung - wenn es eine Auflösung gibt. Drum können die wenigsten über diesen Witz lachen: Was ist der Unterschied zwischen einer Krähe? Sie hat zwei gleiche Füße, besonders der linke. Nicht lustig, gewiss. Und auch dieser Witz, erzählt vom Literaturkritiker Helmuth Karasek, ist ohne Kommentar oder gar nur mündlich wahrgenommen, kaum zu verstehen, weswegen wir ihn in Klammern erklären:
Ajatolla Chomeini geht in Amsterdam spazieren. Er gerät ins Rotlichtviertel und bleibt vor einem Haus mit großem Fenster und einer Dame dahinter stehen. Die Dame (offenbar aus Bayern importiert) ruft ihm zu: Chomeini! ((Komm eini))
Der Ajatollah schüttelt den Kopf und sagt: Islam. ((Ist lahm))
In dem Augenblick kommt zufällig der Papst vorbei und sagt stolz: Vatikan! ((Vati kann))

Dagegen sind Witze, die sich über die Dämlichkeit von Politikern lustig machen, meist recht beliebt, vorausgesetzt, sie verletzen nicht das Ehrgefühl des Wählers. Als die betreffenden Personen noch in Amt und Würde waren, wurden sie gern durch diesen intelligenten Witz (Achtung: mitdenken) verspottet, der sogar eine Doppel-Pointe besitzt:
Stoiber besucht die Königin von England und fragt sie, wie sie sich so lange an der Macht halten kann. "Ganz einfach" erwidert die Queen, "ich umgebe mich nur mit intelligenten Leuten."
"Und wie wissen Sie, ob jemand intelligent ist?"
"Das werde ich Ihnen zeigen." Sie ruft Tony Blair und fragt ihn: "Tony, wer ist das: Es ist der Sohn Ihres Vaters, aber nicht Ihr Bruder."
"Das bin ich selbst" sagt Blair.
"Sehen Sie" sagt die Queen zu Stoiber, "so mach ich das."
Stoiber ist mächtig beeindruckt und ruft von zu Hause gleich Schröder an. "Sie wissen doch immer alles besser" sagt er, "dann beantworten Sie mir doch die Frage: Wer ist das: Es ist der Sohn Ihres Vaters, aber nicht Ihr Bruder."
Schröder ist verwirrt und sagt, er wird ihn am nächsten Tag anrufen. Weil er aber nicht drauf kommt und Doris ihm auch nicht hilft, ruft er Fischer an. "Sag mal Joschka, wer ist das: Es ist der Sohn deines Vaters, aber nicht dein Bruder."
"Das bin ich selbst" sagt Fischer. Erleichtert ruft Schröder Stoiber an und sagt ihm: "Ich weiß, wer das ist: der Joschka Fischer."
"Ätsch, falsch geraten" antwortet Stoiber triumphierend, "es ist der Tony Blair!"

Zurück zum Thema. An zwei einfachen Witzen ist, laut Meinung der Fachleute, erkenntlich, was für ein Mensch Sie sind. Welcher gefällt Ihnen besser? Achtung: Witz (B) spielt vor der Erfindung des Handy!

(A) Ein Mann kommt mit seiner Tochter zum Psychiater: „Herr Doktor, Sie müssen uns helfen! Meine Tochter glaubt, sie ist ein Huhn.“ – „Wie lange hat sie das schon?“ – „Drei Jahre.“ – „Wieso kommen Sie denn erst jetzt?“ – „Weil wir die Eier brauchten!“
(B) Ein Mann sitzt in der Straßenbahn und fragt seinen Nachbarn: Wie spät ist es eigentlich? Der holt umständlich eine Taschenuhr aus seiner Jackentasche, schaut kurz darauf und sagt dann: Mittwoch. Um Gottes Willen, ruft sein Nachbar, da muss ich aussteigen.
Bevorzugen Sie (A), also einen Witz, der ungewöhnlich beginnt aber irgendwie "normal" endet, dann gehören Sie zur Sorte Mensch, die Uneindeutigkeit vermeiden und etwas Sinnvolles bevorzugen. Und das gilt auch für andere Bereiche des ästhetischen Empfindens. Sie mögen's einfach und meiden Komplexes. Sie bevorzugen einfache Strichzeichnungen, gegenständliche Bilder mit wenig Details und einfachere, harmonische, populäre Musik. Sie denken eher in „schwarz oder weiß“ und vermeiden die Grautöne, lieben Ordnung, sind auch für höhere Strafen und haben eher eine konservative Einstellung.
Bevorzugen Sie (B), also einen Witz, der normal beginnt und sich ins Absurde steigert (wie in allen Sketschen von Monty Python), dann gilt das Gegenteil. Sie lieben Komplexität in Musik (Klassik, Jazz), in der Bildenden Kunst (abstrakte, fantastische Malerei) und Verfremdungen in der Literatur (Wortspiele, groteske Texte). Sie können Asymmetrie und Ungereimtheit genießen, sind im Allgemeinen auf neue Erfahrungen aus und schätzen ein anregendes Leben.
Merke: „Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

-Peter Ripota-

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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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