Notizen 150

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Was macht Donald Trump so attraktiv?

 

Wir in Mitteleuropa können uns nicht vorstellen, was die Amerikaner an ihrem Präsidentschaftskandidaten finden. Aber er hat gewisse Eigenschaften, die bestimme Menschen ansprechen. Auch uns?

Deutschland hat eine unruhige Vergangenheit, nicht erst seit dem Dreißigjährigen Krieg. Zwei Weltkriege haben die Deutschen bereit gemacht für Slogans wie "keine Experimente". Darum ist ein Regierungsoberhaupt wie Angela Merkel ideal für Deutschland: ruhig, Sicherheit ausstrahlend, bescheiden. Keine großen Pläne, Ziele oder Ideale. Keine Experimente. Vom Standpunkt anderer aus gesehen ein bisschen langweilig, dafür aber zuverlässig.
Trump ist da ganz anders. Er verkörpert all das, was wir gerne hätten, uns aber nicht zu wünschen wagen. Er verkörpert den amerikanischen Traum: vom Tellerwäscher zum Millionär. Na gut, den Tellerwäscher hat er übersprungen, er ist gleich Millionär geworden. Oder als solcher geboren. Das wollen wir auch. Trump hält sich nicht an die Feigheiten der politischen Korrektheit. Wir wissen doch alle: Wo sich Schwarze niederlassen, da ziehen die Weißen aus, und mit dem Viertel geht's bergab. Darf nur keiner sagen. Und seien wir ehrlich: Amerika wurde durch Christen erobert und groß gemacht, nicht durch Muslime. Die brauchen wir nicht. Und was die Mexikaner betrifft: Mexiko ist ein tolles Land mit fetziger Musik und scharfen Sachen. Ein schönes Land - Warum bleiben dann die Mexikaner nicht dort?
Aber was diesen Traumkandidaten so sympathisch macht: Er sagt's denen, ohne Rücksicht. Schon in seinen Casting- und Reality-Shows war er ein besserer Dieter Bohlen. Macht die anderen in der Öffentlichkeit fertig, bis sie heulen. Das würden wir auch gern machen, aber wir dürfen ja nicht. Und erst die Frauen! Wir würden doch auch gern der Emanzentussi von nebenan sagen, was wir von ihr denken. Die ist nicht nur attraktiv, sondern auch noch gescheit. Aber von unsereins will sie ja nichts wissen. Womöglich will sie Bundeskanzlerin werden, dann sind wir nur Nichtse auf ihrem Weg nach oben. Der mal zu sagen, was wir von ihr denken, das können wir gar nicht. Die würde uns sofort wegen sexueller Belästigung verklagen. Aber der Trump, der kann, der darf, der tut's.
Naja, und wir in Deutschland - seien wir ehrlich. Die Merkel geht grad noch. Aber könnten wir uns eine Frau von Storch an der Spitze der Regierung vorstellen? Oder gar einen Herrn Gabriel? So griesgrämig, misstrauisch und angewidert wie der dreinschaut, das ist zwar typisch deutsch, aber von dem Image wollen wir uns ja lösen. Tun wir auch, beim Fußball. Also nein, dann lieber einen wie Trump. Die Vorwürfe gegen ihn sind lächerlich. Er hätte keine Ziele und keine Ideale, nicht mal ein politisches Programm. Haben wir doch auch alles nicht, brauchen wir auch nicht. Hauptsache, die Kohle stimmt und Muslime bleiben draußen.
Dazu kommt, dass Trump sich nie verbogen hat. Er hat sich nie verändert, ist immer er selbst, das was er war, ist und bleiben wird: ein Trumpeltier. Er verkörpert all das, was wir auch gerne wären, aber nicht dürfen. Ob er auch Präsident kann? Wer in Talkshows Leute niedermacht, der kann auch regieren. Da geht's schließlich auch darum, die vielen politischen Gegner klein zu halten, klein zu machen, klein zu reden. Trump weiß wenigstens, mit wem er kann (mit Putin) und mit wem nicht (mit den anderen). Er wird den kleinen Mann repräsentieren, auch wenn er selber das nicht wirklich ist. Aber wir brauchen nun mal einen Erlöser, der die komplizierten Probleme der Welt auf einfache Weise darstellt. Also dann: Dieter Bohlen for President! Ich meine natürlich den anderen Deutschen, den mit den blonden Haaren. Nein, nicht Heino.
Den Charakter von Trump, und wie er als Präsident regieren würde, habe ich hier beschrieben. Viel Vergnügen!

-Peter Ripota-

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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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