Notizen 149

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Doping - ja oder nein?

Anlässlich der olympischen Spiele in Rio im August 2016 ein paar Gedanken zu einem Riesenproblem von der Größe eines Flohs.

Aus dem "Teaser" ("Kitzler") ist erkenntlich, dass ich weder was von Sport halte und schon gar nicht von der Aufblähung einer Mikrobe zu einem Elefanten. Als ob wir keine anderen Probleme hätten! Aber bleiben wir "objektiv". Wikipedia definiert doping als "die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder die Nutzung von unerlaubten Methoden zur Steigerung bzw. zum Erhalt der – meist sportlichen – Leistung." Das Doping-Verbot im Profisport hat vermutlich politische Gründe, aber das soll uns hier nicht interessieren. Doping-Substanzen, also hauptsächlich Aufputschmittel, werden auch anderswo verwendet, vor allem beim Militär oder an den Universitäten. Die Piloten des Zweiten Weltkriegs - Deutsche und Amerikaner - waren alle mit Amphetaminen gedopt, sonst hätten sie ihre Einsätze nicht durchgehalten. Allerdings führte der anhaltende Schlafentzug zu Halluzinationen. Heutzutage nehmen Studenten Ritalin und Pervitin vor den Prüfungen, sonst können sie mit der Konkurrenz nicht mithalten. Und wer die Torturen einer mörderischen Radtour durch die französischen Alpen ertragen will, kommt ohne Doping nicht aus. Wenn aber verboten, warum dann doch? Die Antwort darauf wussten schon die alten Römer: Vulgus vult decipi, das Volk möchte betrogen werden. Oder, etwas moderner ausgedrückt: The Show Must Go On. Auf Deutsch: weiter so, sonst brechen die Werbe-Einnahmen weg.
Was ist dann die Lösung? Ganz einfach (aber nicht von mir): Erlaubt jegliche Form von Doping. Was dann geschieht, ist klar: Alle Medaillen gehen an menschenverachtende Regime, also an Nordkorea, China, Russland und die DDR - oh Pardon, die wurde vorübergehend abgeschafft. Der Rest guckt in die Röhre oder ruiniert seine Sportler genauso wie die anderen. Was soll's? Wer muss dabei sein? Wer hat es nötig, mit oder ohne Zusatzstoffe seine Gesundheit zu ruinieren, seinen Körper zu zerstören, seine Seele zu verkaufen und seinem Geist adé zu sagen? Wozu ist es nötig, unsere Wettbewerbsgesellschaft zu perpetuieren? In jeder Casting-Show wird ständig das Mantra des "Ich muss der erste sein" gepredigt. Schon der zweite Platz führt zu Tränen, der dritte zu einem Nervenzusammenbruch, der vierte zum Selbstmord. Wollen wir eine solche Gesellschaft wirklich?
Da gehe ich lieber, ganz ohne Wettbewerb und ohne Aufputschmittel, Tango tanzen. Dieser Tanz ist Doping genug ...
PS. Eine "Lanze gegen den Sport" bricht der Ruhrpott-Kabarettist Jochen Malmsheimer hier. Nicht versäumen! Und hier ein Bericht darüber, wie Sportfunktionäre und korrupte Politiker ganze Länder runinieren.

-Peter Ripota-

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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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