Notizen 146

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Was ist bloß mit den Schweizern los?

Die Schweizer haben vor einiger Zeit per Volksentscheid entschieden, keine Ausländer mehr aufzunehmen - auch keine Deutschen. Warum tun sie sich das an und welche Folgen hat das?

           

 

Viele gut ausgebildete deutsche Akademiker wanderten in die Schweiz aus, um dort gut dotierte Posten in Krankenhäusern und Universitäten anzutreten. In einem Volksentscheid vom 9. 2. 2014 hat sich nun eine knappe Mehrheit der Schweizer Bürger dafür ausgesprochen, die Zuwanderung ins Land zu drosseln, und manche halten gar Grenzkontrollen wieder für denkbar. Das wäre, so sagen Kritiker des Entscheids, eine Katastrophe für das kleine Land, für das Tourismus eine wichtige Einnahmequelle darstellt. Die EU hat bereits die ersten Gelder gestrichen, für Forschung, denn eine freie Zuwanderung war ausdrücklich vereinbart worden, und wenn sich die eine Partei nicht an den Vertrag hält, muss es die andere auch nicht.
Natürlich richtet sich der Volksentscheid (der in ein Gesetz umgewandelt werden muss) nicht allein gegen die Deutschen - aber doch hauptsächlich. Dabei sind diese "Migranten" keineswegs Armutszuwanderer. Was haben die Schweizer so gegen ihre Nachbarn?
Die Deutsch- und Ausländerfeindlichkeit der Eidgenossen hab ich vor langer Zeit selbst erlebt. Damals fuhr ich zu einer Esoterik-Messe nach Zürich. Schon an der Grenze hielt mich der Zoll auf, und ich musste zwei Stunden lang alles deklarieren, was ich dabei hatte (Computer, Drucker, Broschüren, Bücher). Mein Glück: Mitten während der Messe ging ein Zollprüfer herum und beanstandete alles, was nicht exakt deklariert war, darunter meine Broschüren (die hatte ich selbst gedruckt): verboten. Ich hätte sie bei einer Schweizer Firma drucken lassen müssen. Zum Glück sprang ein Schweizer Bekannter in die Bresche und erklärte, er hätte sie bei sich anfertigen lassen. Mir ging es gut, anderen Ausländern nicht: Die mussten für Sachen, von denen niemand etwas wusste, bis zu 5000 Franken Strafzoll zahlen, ein ruinöser Betrag. Dabei brachten wir Geld in das Land der Kuckucksuhren und Kühe!
In einer Diskussionsrunde über das Thema "Ausländer draußen bleiben", lange vor dem Volksentscheid, warf ein Schweizer Bürger den Deutschen vor: Sie stellen sich so schnell dar. Mit anderen Worten: Den Schweizern erscheint jeder Deutsche als Hans Albers, der auf der Kanonenkugel hereinreitend (deutsche Kavallerie!) den Schweizern entgegen singt: Hoppla, jetzt komm ich, Alle Türen auf, alle Fenster auf ... Und das stört offenbar die Schweizer Ruhe oder deren, in dieser Hinsicht zu gering ausgebildetes Selbstbewusstsein. Zudem scheinen die Schweizer so langsam zu merken, dass ihre Alpenfestung nicht mehr ganz so undurchdringlich ist. Das Bankgeheimnis wird aufgeweicht, und ohne den Geldzufluss aus aller Welt wird die Schweiz, so ein Fachmann aus diesem Land, langfristig ihren hohen Lebensstandard verlieren ("verarmen" wäre ein zu hartes Wort). Und so tut sie das, was alle Welt in der gleichen Situation unternimmt: Sie schottet sich ab.
Aber was könnten sie sonst machen? Ein Leser der WELT schrieb auf deren Webseite folgenden Kommentar: GUT so! Die Schweizer Hoteliers sind sowieso durch die Bank ganz schön "ÜBERHEBLICH"!! Macht doch lieber Urlaub in Österreich! Dort ist man höflich, zuvorkommend UND: Es ist Alles viel, viel BILLIGER & BESSER!!
Apropos: Wie gehen die Österreicher denn mit ihren deutschen Kollegen (Touristen, Mitarbeitern, Zuwanderern) um? Immerhin sind sie auch im südlichen Nachbarstaat nicht immer beliebt, wofür die Bezeichnung "Piefke" steht: Damit ist ein Wichtigtuer aus dem Norden gemeint, vornehmlich aus Berlin. Aber die Österreicher haben sich inzwischen an die Besucher aus der Gegend südlich des Polarkreises gewöhnt, und wenn ein widriges Geschick einen Hamburger Matrosen in das Bergland im Süden verschlägt, muss man Mitleid mit ihm haben und ihn erst mal trösten. Mit Wiener Schnitzel, Apfelstrudel und einem Grünen Veltliner. Lasst ihn doch reden, wenn's ihm gut tut!
Das Dumme an der Sache ist nur: Der Schweizer Volksentscheid wird in Europa Vorbildfunktion haben, besonders jetzt in der sogenannten "Flüchtlingskrise". Schon ist die Debatte über die Begrenzung von "Armutszuwanderung" in Deutschland in vollem Gange, wobei nicht einmal klar ist, was "Armut" in diesem Zusammenhang bedeutet. Heißt die zukünftige Parole in Europa: Schotten dicht?

Dieser Artikel erschien in verkürzter Form auf Seniorbook.de

-Peter Ripota-

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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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