Notizen 142

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Was ist bloß mit den Amerikanern los?

In Europa gibt es inzwischen schon einige Diktatoren alten Stils, zwei große, außerhalb der EU, und ein paar kleine, innerhalb der europäischen Gemeinschaft. Aber der wirklich große, gefährliche Diktator macht sich gerade daran, in den USA die Macht zu übernehmen - mit guten Aussichten.

Den Kopf ab!

                     

 

Was in Amerika geschieht, könnte uns egal sein, wäre dieses Land nicht (a) sehr mächtig, und (b) immer wieder Vorreiter, im Guten wie im Schlechten. Und dort macht sich gerade ein sogenannter "Populist" daran, das höchste Amt anzustreben, möglicherwiese, um die USA in eine Diktatur oder zumindest in einen faschistischen Staat zu verwandeln. Mit erschreckenden Aussichten, wie Robert Kagan, ein Berater der Republikaner, im SPIEGEL, Ausgabe 22/2016, schildert. Da beschreibt er erst mal den Typus des "Führers" als Erlöser:
Welches Problem auch immer das Volk hatte, der "Führer" konnte es lösen. Welche Bedrohung auch immer, von innen heraus oder von außen, er konnte sie bezwingen; und es war nicht nötig, dass erklärt wurde, wie.
Heute gibt es den Putinismus, der gleichermaßen nichts mit Überzeugung oder Politik zu tun hat. Hier herrscht ein harter Mann, der sein Volk im Alleingang vor sämtlichen Bedrohungen beschützt, sowohl aus dem Ausland als auch im Inland.

Den anderen Tyrannen an den Toren Europas erwähnt er gar nicht. Wir auch nicht, denn einen Prozess wegen Majestätsbeleidigung können wir uns nicht leisten. Bleibt die Frage: Wie kommen diese Menschen an die Macht?
Das Spiel mit Ängsten. Eitelkeiten, Begierden und Unsicherheiten (treibt) derartige Bewegungen. Und die Folgen? Von einem einzigen Anführer kontrolliert, kann sich (diese Massenbewegung) gegen jeden richten, den der Anführer bestimmt. Kritisiert jemand den Anführer oder widersetzt sich ihm, spielt es keine Rolle, wie beliebt diese Person bislang war oder wie sehr sie bewundert wurde. Er mag ein berühmter Kriegsheld sein, wenn aber der Anführer seine Heldentaten verspottet und verhöhnt, lachen und johlen die Anhänger. Er mag der ranghöchste gewählte Hüter hochgeschätzter Prinzipien sein. Wenn er aber zögert, den Anführer zu unterstützen, muss er damit rechnen, dass es mit seiner politischen Karriere zu Ende geht.
Wie geht es dann weiter nach der Machtergreifung? Etwa so:
Wenn er die Wahl gewinnt, werden seine Legionen wahrscheinlich landesweit die Mehrheit haben. Man stelle sich die Macht vor, die er dann hätte. Wer würde es wagen, sich ihm zu widersetzen? Und ist es wahrscheinlich, dass ein Mann wie Trump, der dann mit einer unendlich größeren Macht ausgestattet wäre, bescheidener, umsichtiger, großzügiger und weniger rachsüchtig sein würde, als er es heute ist, als er es zeitlebens war? Macht enorme Macht etwa nicht korrupt?
So kommt der Faschismus nach Amerika, nicht in Marschstiefeln, sondern in Gestalt eines TV-Promis, eines verlogenen Milliardärs, eines Egomanen wie aus dem Lehrbuch.

Trump erinnert mit seinen einfachen Problemlösungs-Strategien an die herzlose Herzkönigin aus "Alice im Wunderland", die bei allem, was ihr nicht passt, einfach brüllt: Den Kopf ab.
Aber selbst wenn uns ein gütiges Schicksal (und die vernünftigen amerikanischen Wähler) vor diesem Menschen bewahren - er hat ein Beispiel gesetzt, das seine Nachfolger im Geiste zukünftig anstreben werden. Er hat das politische Leben auf eine Weise vergiftet, die kaum mehr rückgängig zu machen ist. Und er wird Vorbild für die großen und kleinen Tyrannen Europas sein. Schöne Aussichten!

Du bist die nächste!

-Peter Ripota-

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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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