Notizen 134

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Die Panama-Connection

Riesenvermögen verschwinden in geheimen Konten jenseits der Küste ("off shore"), durch Briefkästen getarnt. Die Steuerbehörden können (oder wollen) nichts dagegen tun, die Politik scheint machtlos (oder profitiert davon). Nur ein Häufchen aufrechter Journalisten und Hacker stemmt sich der Übermacht des Kapitals entgegen. Wo wird das noch enden?

 

 

Natürlich hat es mit den Banken und den Bankern zu tun, was ich schon in drei anderen Rundbriefen ausführlich geschildert habe:
Die bösen Banker
Die bösen Banker, Teil 2
Die bösen Banker, Teil 3
Und ebenso natürlich leisten die allgemeine Gier und das System des Kapitalismus ihren Beitrag zu der Misere, wovon wir alle betroffen sind. Doch heute soll uns eine andere Frage interessieren: Wenn kein Versteck mehr sicher ist, warum verstecken die Leute trotzdem ihren Besitz? Wenn kein Geheimnis mehr sicher ist, warum behalten unsere Politiker immer noch ihre Geheimnisse? Und wird das so bleiben: verstecken - aufgedeckt werden - neu verstecken?
Etwas "erklären" heißt: die Wirklichkeit auf ein Sprachsystem abbilden. Das kann eine Wissenschaft sein, die Poesie, oder, wie in meinem Fall (weil ich davon ein bisschen was verstehe) die Astrologie. Und da gibt es eine Theorie, mit deren Hilfe man die Entwicklung der nächsten zweitausend Jahre voraussagen kann. Ohne auf die theoretischen Grundlagen einzugehen (die werden in meinem Buch ausführlich geschildert), hier ein paar relevante Fakten:
- Es gibt eine Verbindung zwischen den Symbolen "Besitz" und "Meer". Was, konkret gesagt, bedeutet: Besitz in Form von Geld umrundet dank Internet und Globalisierung in Sekundenbruchteilen die ganze Erde. Er ist nicht fassbar und löst sich meist im großen Ozean der Finanzspekulationen auf.
- Nichts gehört dem, der sich als Besitzer deklariert. Die neuen Besitzer scheinen Briefkästen zu sein. Beispiel Nahrungsmittel, Gebrauchsgegenstände, Maschinen und Computer. Die kommen nicht nur aus China, auch wenn das drauf steht. Zwar benennt das Etikett einen Firmennamen, vielleicht einen, der in Ihrem Land schon lange bekannt ist und zu einem Markenzeichen wurde. Doch gehört diese Firma gar nicht mehr sich selbst. Ein großer amerikanischer Konzern hat sie aufgekauft. Dem gehören aber nur gewisse Anteile. Der Rest verteilt sich auf eine Firma in der Schweiz, eine Holdinggesellschaft auf den Bahamas und einen Teilhaber in Hongkong. Dieser wiederum gehört zum Imperium einer großen japanischen Firmengruppe, an der eine chinesische Finanzgruppe das Sagen hat. Wegen komplizierter Kreditvergabebedingungen hat aber auch die deutsche Bundesregierung einen Anteil daran. Wem also gehört die Firma? Und wem gehört ein Staat? Kann ein Land mit riesigen Schulden über sein eigenes Schicksal bestimmen? Und schließlich die entscheidende Frage, die manchmal scherzhaft oder allen Ernstes gestellt wird: Wo ist das Internet? Wo sind meine Daten - in der "Cloud". Aber wo ist die?
- Eine zweite Beziehung besteht zwischen den Symbolen "Geheimhaltung" und "Öffentlichkeit". Da fragt natürlich jeder: Wie passen die beiden zusammen? Eben nicht, und das ist das Dilemma der Geheimdienste, der Geheimhaltungen, der Verschwörer, so vorhanden. Im Gegensatz zur Inquisition, die tatsächlich im Geheimen ihren Geschäften nachgehen konnte, ist diese Möglichkeit nun verbaut. Alles Geheime wird nach kurzer Zeit öffentlich. Wenn sich die Macht der Mächtigen aber darauf stützt, etwas zurückzuhalten, wie wollen sie dann mächtig sein?
Sie können es nicht. Die Machenschaften der Gurus, der Politiker, der Superreichen, der Finanzschonglöre und der Mafias unterschiedlicher Colör, werden in immer schnelleren Abständen durch die Medien und durch Hacker ans Tageslicht gebracht. Die Macht dieser Menschen kann aber noch eine Zeitlang aufrechterhalten werden, bis ihr Reich wie eine von Termiten zerfressene Holzhütte in sich zusammensackt und nur noch verwehter Staub übrigbleibt. Danach regiert die absolute Freiheit - oder das Chaos. Ist alles Ansichtssache.
Mehr dazu hier:

 -Peter Ripota-

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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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