Notizen 132

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Ein Soziopath als Partner

Es gibt eine milde Form des Psychopathen, unter dem dennoch viele Frauen leiden: der Soziopath. Er betrachtet seine Partnerin als Teddybär, und wehe, dieser widerspricht!

Wikipedia definiert den Soziopathen als einen Menschen, der "nicht oder nur eingeschränkt fähig ist, Mitgefühl zu empfinden, sich nur schwer in andere hineinversetzen und die Folgen seines Handelns nicht abwägen kann." Im Jahr 1848 fand ein Ereignis statt, das Aufschluss über die Ursache des Phänomens der Soziopathie im heutigen Sinne des Wortes gab: Bei einer Explosion erlitt der 25-jährige Phineas Gage eine schwere Kopfverletzung durch eine Metallstange. Er war Vorarbeiter einer Eisenbahngesellschaft und galt als sehr zuverlässig. Nachdem er sich wieder erholt hatte, war er ein anderer Mensch geworden. Er wurde unzuverlässig, aggressiv, gefühllos, und er suchte bei jeder Gelegenheit Streit.
Der vermutliche Grund für diese Verhaltensänderung war ein Schaden am Vorderhirn, welches für Einfühlungsvermögen und seelische Impulse verantwortlich ist. Durch die Verletzung wurden diese stark beeinträchtigt. Kinder, die mit einem funktionsgestörten Vorderhirn geboren werden, sind weitgehend unfähig, die einfachsten Streitregeln zu erlernen. Untersuchungen mittels Kernspintomographie haben gezeigt, dass das Vorderhirn bei Menschen mit einer dissozialen Persönlichkeitsstörung eine geringere Aktivität aufweist als bei psychisch gesunden Kontrollpersonen. Darüber hinaus weist der sogenannte Mandelkern (Amygdala) keine Aktivität auf. Der ist verantwortlich für unser Gedächtnis.
Das hilft uns wenig, wenn wir ihn nicht erkennen. In dem Buch "Controlling People" von Patricia Evans zeigt die Autorin, was - unter anderem - einen Soziopathen ausmacht. Dies sind einige der Kriterien:
- Soziopathen können äußerst charmant sein und sind bei Arbeitskollegen meist hoch angesehen.
- Sie verteilen viel Aufmerksamkeit auf das Objekt ihrer Begierde, also auf dessen Eroberung, was für selbiges sehr schmeichelhaft ist.
- Sie rasten wegen Nichtigkeiten aus, ohne sich dessen (oder irgendeiner Schuld) bewusst zu sein. Schuld ist immer der andere, weil er/sie etwas getan oder nicht getan hat.
- Wenn es Probleme in der Beziehung gibt, sind immer die anderen schuld, insbesondere natürlich die Partnerin. "Es war deine Schuld, dass ich ausgerastet bin."
- Sie haben sehr genaue Vorstellungen von Aussehen und Verhalten ihrer Partnerin.
- Sie drängeln im Straßenverkehr oder fahren dicht auf, nur um jemanden zu "bestrafen", weil der andere irgendwelche Regeln verletzt hat.
- Sie machen andere klein (Partnerin, Kinder, Untergebene) und anerkennen keinen Erfolg außer den eigenen.
- Sie müssen um jeden Preis die Oberhand behalten, also gewinnen. Das irritiert besonders bei harmlosen Spielen.
- Sie sehen nicht ein, warum sie verlassen werden. Ein extremes Beispiel: Nach vielen Jahren begegneten sich die beiden wieder. "Warum hast du mich damals verlassen?" fragte er. "Weil du mich sonst umgebracht hättest." "Was meinst du damit?" "Als du das Messer an meine Kehle gehalten hast - " Woraufhin er, völlig überzeugt von seiner Logik, sagt: "Genau in dem Moment musst du doch gewusst haben, dass ich dich niemals töten könnte!"
Wie man mit ihnen umgehen soll? Nicht umerziehen, nicht schweigen, nicht beschwichtigen, sich nichts gefallen lassen, nicht die Schuld auf sich nehmen. Soziopathen ändern sich nicht, haben keine Einsicht in ihre Motive und keine Gefühle, wenn sie andere verletzen. Nur eine Psychotherapie kann ihnen Einsicht verschaffen, was nicht heißt, dass sie ihr Verhalten dann auch ändern. Denn Soziopathen lieben ihren Teddy.

Wie diese Liebe ausgeht? Unglücklich natürlich. Das können Sie auf dem Blog von Manuela Bößel lesen!

 -Peter Ripota-

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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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