Notizen 131

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In eigener Sache

Seniorbook hat das "Wort zum Sonntag" eingestellt. An meinem Rundbrief ändert sich nichts; er erscheint weiterhin Sonntag früh, allerdings nur noch mit einem Thema. Wünsche weiterhin viel Vergnügen!

 

Die Außerirdischen sind unter uns!

Verschwörungstheoretiker wissen es schon lange: Auf der "Area 51" gibt es Wesen aus dem Weltall, die nur darauf warten, wieder aufgetaut zu werden. Jetzt kamen Beweise ans Tageslicht, dass die Außerirdischen unter uns sind - als freundlich-harmlose Menschen verkleidet!

Diese Erkenntnis will ich in drei Teilen präsentieren. Die ersten beiden gehören, zugegebenermaßen, zur Sciencefiction. Teil 3 aber hat sich echt so zugetragen.

(1) Monty Pythons Killerwitz

Die britische Anarchotruppe hat in ihrem Sketch über einen Killerwitz gezeigt, was geschehen kann, wenn der Mensch einem absolut tödlichen Gebilde begegnet: Er stirbt. Oder sie. Die Geschichte ist bekannt: Ein Witzeschreiber (Michael Palin) erfindet einen Witz, der so lustig ist, dass jeder, der ihn liest oder hört, sich zu Tode lacht. Das erste Opfer ist der Autor selbst, das zweite Opfer seine Mutter (Eric Idle), die fassungslos ihren toten Sohn sieht, den Witz aus seiner Hand nimmt und ihn liest, woraufhin auch sie vor Lachen tot zusammenbricht. Und so geht's weiter: Der Witz wird Wort für Wort ins Deutsche übertragen und im Zweiten Weltkrieg als tödliche Geheimwaffe eingesetzt, bis die UNO derartig hinterhältige Angriffsmöglichkeiten verbietet. Der Clou bei dem Ganzen: Wer immer die Gefahr erkennt, kann sie den anderen nicht mehr mitteilen, er stirbt vorher.
(Für die Mutigen unter euch: Hier ist die deutsche Übersetzung. Für Risiken und Nebenwirkungen übernehme ich keine Verantwortung:
Wenn ist das Nunstück git und Slotermeyer? Ja! . . . Beiherhund das Oder die Flipperwaldt gersput!
Na gut, die Wirkung hat sich im Lauf der Zeit vielleicht ein wenig abgeschwächt.)

(2) Dr. Who's böse Aliens

In der britischen Sciencefictionserie "Dr. Who" (die längst aller Serien!) kommen ganz bösartige Außerirdische vor, welche die Menschheit schon seit Jahrtausenden unterwandert haben, ohne dass diese was merkt. Der Grund: Wer immer sie ansieht und als Außerirdische erkennt, kriegt einen posthypnotischen Befehl, sie wieder zu vergessen. Also das gleiche Thema wie beim Killerwitz: Wer die Gefahr erkennt, vergisst sie.

 

 

(3) Die abc-Vermutung

So langsam kommen wir in die Realität. In der Zahlentheorie gibt es Probleme, die ebenso einfach zu formulieren wie schwierig zu lösen sind. Die Fermatsche Vermutung wurde 250 Jahre nach ihrer Formulierung nach 7-jähriger intensiver Arbeit von einem amerikanischen Mathematiker bewiesen; sie war auch schon Gegenstand von Sciencefiction-Erzählungen. Die "abc-Vermutung" sagt etwas aus über die Teiler von drei ganzen Zahlen a,b und c, für die gilt: a+b=c. Gilt das auch für deren Teiler? Natürlich nicht, aber gibt es irgendwelche Beziehungen? Die gibt es, und der freundliche und bescheidene japanische Mathematiker Shinichi Mochizuki hat sie gefunden und bewiesen. Das Problem dabei: Keiner versteht den Beweis. Mochizuki erfand eine neue Mathematik, die so abstrakt ist, dass ein Fachkollege sie als "außerirdisch" bezeichnete. Die besten Mathematiker der Welt beschäftigten sich damit und kamen nicht weiter. Ihr Autor tat auch nichts, das Dunkel zu erhellen: Er blieb an seiner Universität und arbeitete still vor sich hin.
Endlich kam der Durchbruch, einige Mathematiker wühlten sich durch die 500 Seiten voll dichter abstrakter Symbole und blickten endlich durch. Doch als sie gebeten wurden, ihre Erkenntnisse den weniger Begabten zu erklären, da schwiegen sie. Sie hatten erkannt, was los ist, aber sie waren unfähig, dieses Wissen weiter zu geben.
Sollte der stille Japaner ein echter Außerirdischer sein, wie unter (1) und (2) beschrieben? Einer, der was sagt, und jeder, der es begriffen hat, vergisst, was er begriffen hat? Jedenfalls meinte ein Kollege über seinen Beweis: "Die wenigen, die den Beweis verstanden haben, konnten ihn anderen nicht erklären. Jeder von ihnen war vorher ein vernünftiger Mensch, aber nachher konnte er nichts mehr darüber erzählen. Die Situation erinnert mich an den Killerwitz von Monty Python ..."
Merke: Mathematiker sind auch nur Menschen. Egal, woher sie kommen.

 -Peter Ripota-

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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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