Notizen 130

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Alles relativ?

Manche Befürworter von Multikulti sagen: Nicht unsere Neubürger sollen deutsche Werte von uns lernen. Vielmehr sollen wir unsere für uns so wertvollen Wertvorstellungen ablegen und lieber die von unseren Neubürgern übernehmen. Wie relativ sind kulturelle Werte?  Den ganzen Beitrag finden Sie hier.

 

Die Katalanen - ein eigenes Volk?

Die Katalanen haben abgestimmt, zwar inoffiziell, aber deutlich: Sie wollen nicht bei Spanien bleiben. Was zeichnet sie aus? In erster Linie: Toleranz.

Warum sind die Katalanen so tolerant?

Sind sie das? Was bedeutet überhaupt 'Toleranz', und kann man die Toleranz eines Volks oder Staats messen? Man kann, im Verhältnis zu einer Bevölkerungsgruppe: den Homosexuellen. Da zeigen sich echte Toleranz oder verbohrter Fanatismus. Aber zuerst ein paar persönliche Beobachtungen aus Barcelona, der Hauptstadt der Katalanen.
- Ein Ambulanz mit gelben Blinklichtern, aber ohne Horn, will durch eine schmale Gasse fahren, kommt aber nicht weiter, weil zwei Frauen den Weg blockieren, die eine mit Kinderwagen, die andere mit Einkaufstüten. Nachdem die beiden ihr lebhaftes Gespräch beendet haben, darf die Ambulanz durch, und die sieben Autos dahinter auch. Doch niemand hupt oder regt sich auf. Alle bleiben freundlich, verständnisvoll, gelassen.
- Auf der Rambla, de Haupt-Einkaufsstraße, ist am Samstag auch um 2 Uhr nachts noch viel los. Scharen von Schülern, Jugendlichen, Studenten, von In- und Ausländern, streifen durch die Straßen. Alle sind fröhlich, meist auch etwas laut, aber niemand aggressiv oder gar pöbelnd.

Barcelona - ein Paradies für Schwule

- Auf dem öffentlich zugängigen Strand von Barcelona gibt es keine Kleidervorschriften. Manche sind züchtig bademäßig bekleidet, manche nur halb, die meisten nackt. Zudem wird ein bestimmter Abschnitt des Strands hauptsächlich von Homosexuellen genutzt. Sie schmusen dort öffentlich und feiern im Wasser ihre Partys. Dazwischen tummeln sich Familien mit kleinen Kindern, Alte, Junge, allein, zu zweit, in Gruppen, bunt gemischt. Niemand nimmt Anstoß am Treiben der anderen, es gibt keine vorwurfsvollen Blicke.
Womit wir bei dem wichtigen Kriterium für Toleranz wären. Schon während der Franco-Diktatur beschlossen die Katalanen offenbar, sich der allgemeinen Unterdrückung und Rigidität entgegen zu stemmen. 1970, noch unter Francos Regime, entstand im Untergrund die erste Homogruppe des Landes, 1977 fand die erste Gay Pride-Demo statt und weiter südlich in Sitges eröffnete 1980 die erste Gay-Disco Spaniens.
Auch bei der rechtlichen Gleichstellung von Homopaaren waren die Katalanen Pioniere. Bereits 1998 führte das Parlament von Katalonien die eingetragene Partnerschaft ein, sieben Jahre bevor dann offiziell die Ehe für Schwule und Lesben in ganz Spanien gültig wurde. Und zu guter Letzt trat die Regierung Kataloniens 2007 dem Welt-Lobbyverband International Lesbian and Gay Association (ILGA) bei - als erste Regierung überhaupt!

Keine Toleranz gegenüber Tierquälern

Für die friedliebenden Katalanen war es dann nur logisch, die in Spanien obligate Tierquälerei namens "Stierkampf" abzuschaffen. Die Stierkampfarena wurde 2011 umgewidmet in ein Einkaufs- und Kulturzentrum.

Woher kommt diese Großzügigkeit? Den Katalanen ist ein geschichtliches Missgeschick widerfahren, das sich möglicherweise als Glücksfall entpuppte: Sie schafften es nicht - im Gegensatz zu den Portugiesen - sich aus dem Verband der spanischen Fürstentümer zu lösen und unabhängig zu werden. Dadurch konnten sie keine Weltreiche erobern (wie Portugal), gestohlene Reichtümer verprassen oder Eingeborene ausrotten. Vielleicht hat das dazu beigetragen, dass die Katalanen ihre eigene Kulturtradition, ihre Sprache, ihre Eigenständigkeit und ihre (offenbar von Anfang an vorhandene) Toleranz bewahren konnten. Hoffentlich tun sie das noch lange!

Der Artikel (mit Bildern und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-

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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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