Notizen 116

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Hat uns Gott einen freien Willen gegeben?

Ohne Freien Willen keine Moral, kein Gesetz, kein geordnetes Leben. Wie rechtfertigen Religionen den freien Willen (und damit die Selbstverantwortung) des Menschen? Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

 

Was ist Krankheit?

Wenn wir krank sind, haben wir eine Krankheit. Aber was ist das? Denken wir vielleicht gelegentlich noch in Kategorien des Mittelalters? Hier einige Auffassungen und ihre Konsequenzen.

Auffassung (1): Krankheit ist eine Strafe Gottes.

Diese Auffassung war im Mittelalter und zu anderen Zeiten die allgemeine Meinung der Gelehrten und des Volkes. Selbst heute noch, im Zeitalter einer Geschlechtskrankheit mit dem seltsamen Namen AIDS, gab es Zeiten, da man dieser Auffassung wieder nahe kam. Das ausschweifende Leben der Menschen, die Rache der gequälten Natur, usw. Womit ich nicht sagen will, dass diese Auffassung falsch oder lächerlich ist. Ich will nur zeigen, dass sie tief in uns verwurzelt ist und immer noch unser Denken bestimmt.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Wenn Gott uns das Leiden geschickt hat, kann es auch nur Er wieder nehmen. Also braucht und kann man auch nichts dagegen tun. Nun ja, man könnte versuchen, Ihn umzustimmen, durch Gebete, ein frommes Leben und Weihrauchspenden an die Dorfkirche. Andrerseits wird Er schon gewusst haben, warum Er uns diese Krankheit (meist eine Seuche) zukommen ließ. Die Menschen haben's verdient, also lasst sie auch daran leiden. Isoliert die Kranken, damit wenigstens ein paar gesund bleiben. Und bessert Euch; dann verschwindet die Seuche von alleine.

Auffassung (2): Krankheit ist ein Betriebsunfall der Natur.

So denken wir im Allgemeinen, wenn uns ein unvorhergesehener Zwischenfall, ein Unfall, ein Durchfall oder sonst ein unangenehmer Vorfall ans Bett fesselt. Wir können dann nicht mehr richtig funktionieren, unsere Arbeitsleistung ist eingeschränkt. Damit sinkt auch unser Ansehen in der Gesellschaft, möglicherweise sogar unser Lohn, und eigentlich ist es nicht ganz erlaubt. Jedenfalls sollte man/frau möglichst schnell wieder gesund werden. Um aber dem Boss zu zeigen, dass man sich als harter Mann/harte Frau von ein paar lächerlichen Bakterien nicht unterkriegen lässt, geht man so lange ins Büro, bis man zusammenbricht und die Krankheit mit harten Chemikalien bekämpfen muss. Aus reiner Solidarität werden auch noch die Kollegen angesteckt.

Die Konsequenzen einer solchen Auffassung sind klar: Die Folgen der Arbeitsunfähigkeit müssen so schnell wie möglich und um jeden Preis beseitigt werden. Funktionsfähigkeit ist Pflicht. Welche Nachfolgen, Nebenwirkungen und Dauerschäden sich aus der Behandlung mit chemischen Bomben ergeben, spielt keine Rolle. Hauptsache, die Schraube im Getriebe sitzt wieder an ihrem Platz - und wartet auf den nächsten Unfall.

Auffassung (3): Wer krank ist, der ist besessen.

Meist sind es böse Geister, Dämonen, untote Tote und anderes Gesindel, was da von einem Besitz ergriffen hat. Und die muss man austreiben oder töten, koste es, was es wolle. Raten Sie mal, in welcher Zeit man so dachte. Sie erraten's doch nicht: Es ist unsere heutige Auffassung von Krankheit! Einziger Unterschied zu den Zeiten finsteren Aberglaubens: Die Dämonen heißen nicht mehr "Beelzebub" oder "Vampir", sondern "Bazillus staphyllococcus" oder "Ebolavirus". "Krankheit" hat in unserer Zeit eigentlich nur eine wissenschaftliche Ursache: Bakterien und Viren. Oder Slow-Viren, die besonders langsam wirken. Oder Retroviren, die besonders heimtückisch sind. Oder slow-slow-Viren, die sich erst nach dem Tod des Opfers entwickeln. Oder ... Und die vielen Krankheiten, bei denen man keine solchen Dämonen findet (und das sind alle wichtigen Krankheiten unserer Zeit), sie können nach diesem Denkschema nicht geheilt werden. Was auch der Fall ist.

Zum Beispiel auf Krebs. "Stört dich dein Auge" heißt es in der Bibel, "dann reiß es heraus". Genauso verfahren wir. Erst verteufeln wir die Krebszellen als aggressive Zerstörer (was sie nicht sind), dann schneiden wir sie heraus oder töten sie mit radioaktiven Strahlen. Und den Menschen gleich dazu. Die Pharma-Industrie liefert die entsprechenden Waffen, z.B. "chemische Keulen". Dass dabei nicht nur "der Feind", sondern auch der Mensch vernichtet wird, das kommt uns oft gar nicht zu Bewusstsein.

Die Konsequenzen dieser Auffassung sind klar: Der Feind muss vernichtet werden. Sitzt der Feind im Körper, wird dieser Teil des Körpers entfernt oder getötet. Wo der Körper selbst zum Feind wird - wie bei den zahlreichen Auto-Immun-Krankheiten - da steht die medizinische Wissenschaft hilflos vor ihrem Denken und kommt nicht weiter. - Mehr dazu hier.

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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