Notizen 113

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Wer hat Angst vor wem?

Das letzte Mal haben wir uns Gedanken über "German angst" und über Parallelgesellschaften gemacht. Heute geht es darum: Angst wovor? Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

 

Aus aktuellem und sehr traurigen Anlass:

Die wahren Gründe für den Terrorismus

Was steht hinter terroristischen Attacken, nicht nur islamistischer Natur? Religion, Armut, ideologische Verblendung? Alles falsch, behauptet ein Bremer Holocaust-Forscher. Die wahren Ursachen sind viel einfacher - und viel schwerer zu bekämpfen.

Der Zivilisationsforscher Gunnar Heinsohn hat einen Zusammenhang zwischen "Terror" im weitesten Sinn (wozu er auch Völkermord zählt) und einem demographischen Phänomen entdeckt: Wo zu viele junge Männer vorhanden sind, nichts zu tun haben und keine Perspektiven für die Zukunft sehen, da werden sie gewalttätig und folgen jedem Führer, der diese Gewalt auf irgendein Ziel richtet. Heinsohn nennt den Überhang an jungen Männern "Youth Bulge", also etwa "Jugendausbeulung". Damit meint er nicht die Männer selbst, nur die demographische Kurve. Seine Erkenntnis: Sobald die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen einen Anteil von 20 Prozent an der Gesamtbevölkerung übersteigt, drohen Mord und Totschlag.

Katholische Terroristen: die spanischen Eroberer

Und er bringt zahlreiche Beispiele. So nahm die Bevölkerung Europas am Ende des Mittelalters erheblich zu. Die Erstgeborenen erbten den Hof. Die Zweit- und Drittgeborenen hatten keinerlei Perspektive - außer Abenteuer und Krieg. So zogen sie gen Amerika und rotteten die Ureinwohner aus, wobei ihnen die von ihnen übertragenen Krankheiten (Pocken) enorm halfen. Die spanischen Eroberer waren strenge Katholiken. Mahnungen ihrer Priester, die Indianer als Mitmenschen zu behandeln, fruchteten nichts.

Und so setzt sich das Schema fort. Die größten Terroristen des 20. Jahrhunderts waren Hitler und Stalin - beide religionslos. Als 1994 die Hutu ihre Mitbewohner, die Tutsi massakrierten, mischten sich die Franzosen nicht ein, in der zynischen Erkenntnis, dass die jungen Männer dort sich erst mal selber ausrotten sollen. Die meisten islamisch geprägten Länder erleben den Prozess einer hohen Geburtenrate seit mehr als fünf Generationen. Sie haben die Zahl ihrer Menschen binnen eines Jahrhunderts von 150 auf 1200 Millionen Menschen verachtfacht, und, so Heinsohn, "die größte Sohneswelle der Menschheitsgeschichte" produziert. Al-Qaida, Hamas, IS wären damit keine politischen oder ideologischen Phänomene, sondern zwangsläufige Folge einer demografischen Entwicklung.

Schlechte Aussichten für Afrika und den Nahen Osten

Angesichts der hohen Geburtenraten in den meisten schwarzafrikanischen und vielen islamischen Ländern wird sich das Heer in den nächsten Jahren weiter vergrößern. Zu den Ländern mit wachsendem Anteil arbeitsloser (aber durchaus gebildeter) Jugendlicher gehört beispielswiese Pakistan, wo Millionen in Koranschulen auf den Heiligen Krieg gedrillt werden. Noch höhere Wachstumsraten verzeichnen Afghanistan, Saudi-Arabien oder der Jemen. In manchen afrikanischen Staaten ist fast die Hälfte der Bevölkerung jünger als 15 Jahre – ein unerschöpflicher Nachschub an Söhnen, für die, wie sie meinen, in Heroismus und Märtyrertum die einzige Chance liegt.

Das Unruhepotenzial von Ländern wie Saudi-Arabien, Afghanistan, Irak oder Syrien geht zu einem guten Teil auf das Konto von modernisierungsresistenten Diktaturen und maroden Bildungssystemen. Andere Nationen, etwa Bangladesch, Malaysia oder die Türkei, in denen der Bildungsgrad steigt und Frauen mehr Rechte erlangen, erleben eine ökonomische Belebung, und sie verlieren entsprechend an Brisanz. Auch wenn der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis irgendwann beigelegt werden könnte, dann würden sich die Angriffe palästinensischer Terrororganisationen nach innen richten, wie derzeit in Syrien, im Irak, im Jemen, im Sudan und einigen anderen Ländern. Und das wird sicher noch eine Weile so bleiben, denn Palästinenserführer Arafat sagte einmal: "Unsere Geheimwaffe ist die Gebärmutter der Frauen."

Wann hört der Terror auf?

Immerhin bietet Heinsohn einen Trost an: Ab 2020 sinkt der relative Anteil Jugendlicher in muslimischen Ländern wieder. Dann könnte der Terrorismus langsam abnehmen. Eine schwache Hoffnung.

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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