Notizen 111

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Brauchen wir eine deutsche Leitkultur?

Friedrich Merz, damals Fraktionsvorsitzender der CDU, hat den Begriff "Deutsche Leitkultur" in die Öffentlichkeit gebracht, und er wurde kurz danach abserviert. Jetzt, beim Ansturm Hunderttausender von Flüchtlingen aus fernen Ländern, ist die Diskussion wieder aufgeflammt. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

 

Werden wir von Psychopathen regiert?

Wir alle wissen: Nicht Politiker haben die Macht, sondern Wirtschaftsbosse und Banker. Vor allem letztere: Eine Studie hat ergeben, dass sie sich ähnlich wie Psychopathen verhalten. Nur noch ein bisschen schlimmer.

Pascal Scherrer und Thomas Noll testeten an der Universität St. Gallen (Schweiz) Kooperationsbereitschaft und Egoismus von 28 Aktienhändlern ("Tradern"), die sich zu dem Versuch freiwillig gemeldet hatten. Das Ergebnis war erschreckend: Die agilen Banker waren noch egoistischer und 'gemeiner' als Psychopathen, an denen solche Versuche auch unternommen wurden. Dabei spielt der Teilnehmer wahlweise gegeneinander oder gegen den Computer. Er kann mit seinem Gegenüber den Gewinn teilen, dann erhält jeder die Hälfte. Er kann dem anderen diese Entscheidung vorgaukeln, dann aber doch nicht kooperieren. Dann erhält er 90 Prozent des Gewinns. Wenn der andere aber genauso denkt - beide also betrügen - dann kriegt keiner was.

Bei einer geschickten Strategie kann man durchaus Gewinne erzielen. So schnitten Psychopathen besser ab als der Durchschnitt der Menschheit - Banker aber schlechter, obwohl sie noch mehr betrogen als die Psychopathen. Doch die Banker dachten nicht etwa an langfristigen Gewinn, sondern an ein kurzfristiges Übersohrhauen des anderen. Es ging ihnen also nicht mal um den eigenen Vorteil (vom Vorteil für die Firma ganz zu schweigen), sondern einzig und allein um Wettbewerb, und dass sie besser dastehen als der andere, beziehungsweise der andere schlechter dasteht als sie selbst. Der Gewinn - um den es schließlich ging - war Nebensache. Kooperationsbereitschaft: null, wobei noch zu bedenken ist, dass die Teilnehmer des Versuchs sich freiwillig gemeldet hatten, also sicherlich noch mehr Kooperationsbereitschaft zeigten als die gemeinen "Trader" in freier Wildbahn.

Die Aktienhändler hatten hohe Werte auf der Skala Egoismus, Lügenhaftigkeit und Risikobereitschaft. Woraus wir schließen, dass diese Menschen an ihrem schädlichen Wirken gehindert und/oder Banken abgeschafft (also verstaatlicht) werden sollten. Wenn die Lösung aller Probleme so einfach wäre, hätten wir keine mehr. Doch so funktioniert es nicht.

Das Problem sind nicht die psychopathisch-egoistisch-aggressiven Menschen, denn deren gibt es viele. Das Problem sind die mangelnden Kontrollen der Institutionen, also der Banken. Dabei existieren sie schon: Der "Glass-Steagall Act" trennte 1933 Kreditgeschäfte vom Investmentbanking. 1999 hat ihn Bill Clinton aufgehoben, gegen den erbitterten Widerstand von Brooksley Born, der Chefin der Derivate-Aufsicht CFTC. Seitdem spielen die Finanzmärkte verrückt. Bereits 1936 hat der bedeutende Wirtschafwissenschaftler John Maynard Keynes die Einführung einer Steuer gegen Währungsspekulationen vorgeschlagen: die berühmte Transaktionssteuer. Sie hätte viele Vorteile. Die Steuer wirkt unmittelbar und umfassend, da jede Transaktion davon erfasst ist. Ein Katz- und Mausspiel zwischen Händlern und Kontrolleuren erübrigt sich. Die Steuer ist auch interessant, weil die so erhobenen Gelder guten Zwecken zugute kommen könnten, etwa Armutsbekämpfung, Entwicklung oder Umweltschutz. Die Steuer ist also auch ein Umverteilungsinstrument. Bis jetzt wurde sie mit unterschiedlich überzeugenden Argumenten verhindert.

Und so werden weiterhin Psychopathen unsere Wirtschaft kaputt machen und ganze Länder zerstören ...

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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