Notizen 106

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Nach einem dreiwöchigen USA-Aufenthalt gibt es auf Seniorbook nunmehr drei Beiträge über das Leben dortselbst. Hier der zweite Beitrag:

Wie man in den USA überlebt

Nachdem wir erfahren haben, wie man in die USA kommt und in den U-Bahnen über die Runden kommt, geht es heute um den Umgang der Menschen miteinander. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

 

Und hier das Umgekehrte, auch in drei Fortsetzungen: Was die Amerikaner an Deutschland seltsam finden.

Achtung, mehr Deutsche!

Es gibt eine Beratungsstelle für Amerikaner, die beruflich in Deutschland zu tun haben: wie sie sich in Deutschland und den Deutschen gegenüber zu verhalten haben. Hier ein paar Ausschnitte, vom Berichterstatter leicht bearbeitet. Achtung: Amerikaner haben Humor!

Deutsche mögen keine Kritik

Wenn Sie sich bei uns beschweren, entschuldigt sich das Gegenüber und bietet Ihnen als Kompensation irgendetwas an. Wenn Sie sich in Deutschland beschweren, werden Sie von oben herab angesehen und dann ausführlich darüber belehrt, dass Sie etwas falsch gemacht haben. Beharren Sie auf Ihrer Darstellung der Dinge, kann Ihr gegenüber richtig grantig werden "Sie können ja mit dem Rechtsanwalt kommen" ist noch die geringste Beleidigung, die Ihnen zustoßen kann. Sollten Sie sich durch Beharrlichkeit nicht aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie staunen: Sobald Ihre Beschwerde angenommen ist und man Ihnen versprochen hat, die Reparaturen durchzuführen, wird das tatsächlich geschehen. Nicht so bei uns: Sie werden immer freundlich behandelt, aber getan wird nichts. Siehe dazu auch hier.

Deutsche loben durch Kritik

Im Schwäbischen gibt es ein Sprichwort: "Net gschimpft is globt". Achten Sie darauf: Wo Sie zu Hause normale Reaktionen auf Geschenke oder gute Dienste erhalten, das empfinden die Deutschen als total übertriebenes Kompliment. Sie schweigen lieber, daran müssen Sie sich gewöhnen: Eine Nicht-Beschimpfung ist ein großes Lob!

Deutsche reden Klartext

Wir Amerikaner plaudern erst mal über Belangloses (das Wetter) oder über Erfreuliches (die Kinder). Und wenn wir gefragt werden, ob wir etwas schlecht oder gar verbesserungswürdig halten, dann antworten wir erst mit einem Lob und dann höchst indirekt und höflich über Möglichkeiten, etwas zu ändern. Das können Sie sich in Deutschland sparen. Deutsche kommen sofort zur Sache (kein Wetter, keine Kinder), sie erwarten korrekte, ausführliche, treffende Kritik, mit der sie auch umgehen können. Reden Sie also nicht herum, Sie werden auf jeden Fall missverstanden!

Deutsche zählen falsch

Wir Amerikaner sind praktische Leute und beginnen mit der Zählung bei "1", wie jedes vernünftige Volk. Nicht so die Deutschen: Sie beginne mit "0". Sagen Sie also nie, Sie wohnen im 3. Stock (third floor), denn das stimmt nach deutscher Zählung nicht: Da wohnen Sie im zweiten Stock. Der nullte Stock heißt "Erdgeschoss", was impliziert, dass Ihr Zimmer einen Boden aus Erde besitzt. Ist aber anders gemeint. Das erinnert an einen großen Mathematiker, der mit fünf Koffern unterwegs war und bei der Abreise seiner Gattin verzweifelt zurief: Ein Koffer fehlt. Aber, sagte diese, es sind doch fünf! Nein, erwiderte weinend der Gatte, ich hab's ein paar Mal gezählt: null, eins, zwei, drei, vier. Einer fehlt!

Was wir an Deutschland vermissen werden

Der Kulturschock wirkt auch andersherum: Wenn Sie nach Hause kommen, werden Sie einiges vermissen, z.B. gutes Brot (ja, an das kann man sich gewöhnen) und ausgezeichnete Schokolade. Die Deutschen haben zwar lausige Software, die auch noch im englischen "Saft" heißt (SAP), aber dafür die beste Computer-Zeitschrift (c't). Und, ja, es gibt ein schönes deutsches Wort namens "doch", das eine ganze Menge amerikanische Ausdrücke ersetzt. Mit diesem einen Wort kann man so viele Argumente ohne Auseinandersetzung kaputt machen!

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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