Notizen 097

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Mein neues Wort zum Sonntag:

Unser täglich Wasser

Unser Wasser ist das sauberste der Welt. Warum trinken wir dann so wenig Leitungswasser? Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

 

Sind Sie schon mal gemobbt worden?

Mobbing ist heute erschreckend weit verbreitet. Die Folgen sind oft fatal. Besonders das Mobben über Internet, durch die Piratenpartei salonfähig gemacht, betrifft inzwischen jeden dritten Jugendlichen, treibt manchen sogar in den Suizid. Ein dramatischer Befund. Was kann man dagegen tun?

Mobbing oder Mobben steht im engeren Sinn für "Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln." Eine repräsentative Studie der Universität Münster zusammen mit der Techniker Krankenkasse kam 2011 zu dem Ergebnis, dass mittlerweile rund ein Drittel der Jugendlichen Opfer von Cybermobbing wurden. Noch schlimmer: 21 Prozent der Befragten konnten sich vorstellen, auch als Täter im Internet aufzutreten!

Ein besonders unrühmliches Beispiel für Cyber-Mobbing ist der Fall der Amanda Todd. In der siebten Klasse begann sie im Internet, neue Kontakte zu Fremden zu knüpfen. Eines Tages bat sie ein Plauder-Partner, ihm vor der Kamera am PC ihre Brüste zu zeigen. Sie folgte dem Wunsch des Fremden, worauf sie von ihm erpresst wurde. Der Mann verschickte dann die Bilder an ihre Freunde und Bekannten. Daraufhin distanzierte sich ihr Umfeld von ihr. Sie wechselte mehrfach die Schule und brachte sich schließlich um. Selber Schuld, könnte man sagen, aber bei Mobbing am Arbeitsplatz ist dies nicht der Fall.

Was dagegen hilft (oder nicht) kann ich aus meinen eigenen Erfahrungen erzählen. Das erste Mal wollte mich ein Verlag für Computerliteratur (im Osten von München) los werden. Der Chef hatte beschlossen, ältere Mitarbeiter wären zu teuer. Da ich damals knapp über 40 Jahre zählte, war ich das erste Opfer. Ein Mobbing-Spezialist mit dem bezeichnenden Namen "Scharfenberger" wurde eingestellt. Bald wurde jeder Artikel von mir bekrittelt (obwohl mein unmittelbarer Chef mir kurz zuvor gesagt hatte, wie sehr er meine Beiträge schätze), schließlich kam die Kündigung mit extrem fadenscheinigen Argumenten. Der befragte Betriebsrat sagte nur, ich müsse jeden Tag pünktlich zur Arbeit kommen und meine Beiträge fristgerecht abliefern (was ich ohnedies immer getan hatte). Ich schlug den Rat in den Wind, sagte den Scharfmachern, dass ich noch drei Halbtage käme und sie mich dann nie wieder sehen würden, und mit dieser Lösung waren alle zufrieden. Bleiben oder gar kämpfen hätte nichts gebracht.

Dann wurde ich im Internet gemobbt, von einem Mitglied desselben Vereins für alternative Physik. Wir hatten das gleiche Ziel, andere zu bekämpfen, aber offenbar machte es dem Herrn mehr Spaß, die eigenen Mitglieder zu verunglimpfen. Ich schwieg dazu, was mir anschließend, bei juristischen Fragen bezüglich dieses Vereins, sehr zugute kam, denn dann brauchte ich seine Unterstützung, und die bekam ich. Ein anderes Mitglied des Vereins tat kurz danach das Gleiche. Diesmal machte ich das, was immer geraten wird: Ich ging an die Öffentlichkeit und legte die Angelegenheit den anderen Vereinsmitgliedern vor. Die reagierten so, wie die Öffentlichkeit in solchen Fällen meistens reagiert: Sie schwieg. Einer schrieb, der Mobber wäre wohl psychisch überlastet gewesen, bei Rentnern kommt das vor. Ein anderer meinte, wir sollten uns doch versöhnen und Ruhe geben. Soviel zur "Öffentlichkeit".

Das nächste Mal kriegte ich einen neuen Chef, der mich nicht mochte. Da ich nur noch zwei Jahre zur offiziellen Pensionierung hatte und ich keine Zermürbungstaktiken wollte, kündigte ich vorzeitig. Es half nichts. In der Zwischenzeit hatte der Neue zwei langjährige Mitarbeiter hinausgemobbt, und als ich einen Artikel für das Magazin ablieferte (im Auftrag eines Redakteurs), da rief er mich an und sagte, er werde das vereinbarte Honorar um ein Drittel kürzen, wegen Plagiat. Tatsächlich hatte ich einen Absatz (Beschreibung eines komplizierten Experiments) aus einem neun Jahre älteren Artikel von mir unverändert übernommen. Das rechtfertigte in meinen Augen keine Kürzung. So ging ich zu meinem Anwalt, der einen Brief an den Verlagsdirektor schrieb, und nach kurzer Zeit hatte ich mein volles Honorar und Anwaltskosten. Der sparsame Chefredakteur war dann ein Jahr später wieder verschwunden.

Was also hilft bei Mobbing? Vielleicht eine härtere Bestrafung der Mobber? Oder ein Bewusstseinswandel? Was denken Sie?

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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