Notizen 085

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Mein neues Wort zum Sonntag:

Moderne Todsünden, Teil 2

Wir haben im letzten Beitrag vier moderne Todsünden aufgezählt. hier drei weitere, um die - diesmal 'unheilige' - Zahl sieben auszuschöpfen. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

 

Ziehen sich Gegensätze an?

Wenn es um Beziehungen geht, treffen zwei widersprüchliche Sprichwörter aufeinander: "Gegensätze ziehen sich (muss natürlich heißen: einander) an" und "Gleich und gleich gesellt sich gern". Welches davon garantiert eine gute Beziehung?

In einem lesenswerten Beitrag auf Seniorbook hat die Autorin Mirjam Aaron diese Frage gestellt und auch beantwortet. Was sagt die Wissenschaft dazu? Erst mal ist festzustellen, dass es bezüglich Partnerschaft so gut wie keine verlässlichen Studien gibt. Zumindest widersprechen viele einander, oder sie verlieren sich in Allgemeinplätzen. Ein wirklich interessantes Buch zu diesem Themenkomplex stammt von Dietrich Schwanitz: " Männer: Eine Spezies wird besichtigt". Darin beschreibt er verschiedene Männer-Typen, warum die Frauen auf sie fliegen, welche Probleme auftauchen könnten, wie man sie löst. Einer dieser Männer ist nach Schwanitz der Exot. Das ist ein Mann, der schon sich rein äußerlich von den anderen Männern des Landes abhebt, sei es durch seine Hautfarbe (dunkel), seine Verhaltensweisen (temperamentvoll), oder einfach durch seine Herkunft (aus Amerika). Solche Männer faszinieren, besonders dann, wenn die eigenen Männer als langweilig empfunden werden. (Alle diese Aussagen gelten auch umgekehrt, durch Vertauschen der Geschlechter!).

Die Beziehung mit einem Exoten kann durchaus faszinierend sein, solange der Exot Exot bleibt. Aber wehe, die beiden ziehen in das Land des Exoten! Dort ist der Partner ein ganz normaler Mensch, dessen unangenehme Seiten verstärkt zum Vorschein kommen. Aber auch ohne diesen Umzug könnte es sein, dass das "Andere", jeden Tag erlebt, seine Faszination verliert und nur noch frustriert. Weder Verliebtsein noch Faszination können auf Dauer eine Beziehung stabilisieren.

Dazu kommt ein anderer Punkt, den ich an einem konkreten Beispiel schildere. Angenommen, er ist schüchtern und zurückgezogen, sie temperamentvoll und feurig. Das fasziniert ihn, denn sie verkörpert genau das, was er nicht hat. Vielleicht kann er ja auch so werden wie sie? Leider nein, im Gegenteil. Dadurch, dass der Partner die ganze Zeit jene Eigenschaften verkörpert, die ich selbst nicht habe, komme ich noch viel weniger dazu, sie in mir selbst zu entwickeln, und das führt auf Dauer zu Frust. Außer, ich sehe den Unterschied der Temperamente als Ergänzung.

Also doch eher "gleich und gleich"? Der Beziehungsforscher Professor Dr. Manfred Hassebrauck sagt dazu: Wichtig ist die Ähnlichkeit in Beziehungsidealen. Hier spreche ich nicht von der Ähnlichkeit der Charaktere, der Persönlichkeit, sondern in der Lebensauffassung. Sprich, man sollte ähnliche Vorstellungen davon haben, wie eine Beziehung sein soll, und man sollte ähnliche Interessen haben. Es ist schlecht, wenn der eine Partner gerne ausgeht und der andere lieber zuhause ist, oder wenn der eine gerne Sport treibt und der andere nicht. Da kann es über kurz oder lang zu Differenzen kommen.

Doch zu viel Gleichheit kann auch gefährlich werden: Andererseits kann es fatal sein, wenn zwei gleiche Persönlichkeiten aufeinander treffen. Stellen Sie sich vor, zwei Neurotiker finden sich. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Oder zu verträgliche Menschen können auch gleichgültig wirken. Die richtige Konstellation macht es.

Wie immer liegt die Lösung im erfolgreichen Kompromiss!

 

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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