Notizen 083

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Mein neues Wort zum Sonntag:

Ein paar Witze

Griechenland, Islamischer Staat, Terrorismus: Alles Worte, bei denen uns das Lachen vergeht. Deswegen heute zur Erholung ein paar Witze. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

 

Freiheit für Kakanien!

Nachdem die Krim sich von den Unterdrückern der Zentralregierung in Kiew befreit hat und ihn ihr angestammtes Reich zurückgekehrt ist, sind andere freiheitsliebende Völker diesem Beispiel gefolgt. Ein Rückblick aus dem Jahr 2030.

Es begann, wie allen bekannt, mit dem Osten der Ukraine. Durch wohlwollende Unterstützung der Brüder jenseits der Grenze gelang es der von den Ukrainern so grausam unterdrückten russischen Minderheit, mittels einer Volksbefragung ihre Heimkehr ins Reich aller Russen durchzusetzen. Zwar wurde nur dort abgestimmt, wo die Bevölkerung diesen Übergang wollte, doch hat im Anschluss daran das russische Parlament in der üblichen freien Abstimmung die Legitimität des Volksbegehrens bestätigt und damit der Ost-Ukraine endlich die ersehnte Freiheit gegeben.

Das Beispiel machte Schule. Die Katalanen, schon lange der rechthaberischen Regierung in Madrid überdrüssig, hatten noch vor den Ost-Ukrainern die Abhaltung eines Volksbegehrens organisiert, getreu dem Motto ihres Nationalhelden Pep Gardiola: Im Fußball ist alles möglich, sogar ein Tor. Trotz des Verbots der spanischen Zentralregierung wurde das Referendum abgehalten, mit dem erwarteten Ergebnis: 98% der Katalanen wollten ein unabhängiges Katalonien. Flugs machte die Provinzregierung die Grenzen dicht, etablierte Katalanisch als Amts- und Schulsprache und verbot bei Strafe die Verwendung des Spanischen auf öffentlichen Plätzen und in Gebäuden "mit würdevollem Charakter". Da sich die Katalanen weigerten, in den Schoß der großen Schwester (oder war es der Große Bruder?) zurückzukehren, ließ die spanische Zentralregierung Truppen an der Grenze zum neuen Staat aufmarschieren. Katalonien rief die Nato zu Hilfe, die aber kam nicht, denn wen sollte sie gegen wen verteidigen? Da besannen sich die Katalanen auf ihre eigentliche Stärke, die Malerei. Immerhin waren Picasso und Dalí Katalanen gewesen. So malten sie Karikaturen ihrer Unterdrücker, die sie per Flugzettel millionenfach verteilten, in der Hoffnung, wenigstens einen moralischen Sieg davon zu tragen. Zudem riefen sie den Europäischen Gerichtshof an, dessen Urteil bekanntlich noch aussteht.

Unabhängig vom Ausgang dieser Freiheitsbewegung kamen andere Völker auch auf den Geschmack. Die Südtiroler waren der Vorherrschaft der unfähigen Regierung in Rom schon lange überdrüssig. Das waren zwar alle Italiener, aber die sprachen wenigstens die gleiche Sprache wie ihre Politiker. Die Südtiroler nicht, denn, wie der Name sagt, sie waren ja Tiroler, durch ein widriges Geschick in einer wirren Zeit dem falschen Staat zugeschustert. Während die Politiker des Landes noch überlegten, ob sie wieder Strommasten sprengen oder gleich den römischen Justizplast anzünden sollten, kam die europäische Freiheitsbewegung so richtig ins Rollen. Dass die Schotten ihre Schotten dicht machten gegenüber den Unterdrückern in der Downing Street, war ja zu erwarten gewesen. Die Engländer fanden das auch in Ordnung, denn, wie ein hochrangiger Politiker im Vertrauen einst sagte: Wozu hat Gott eigentlich die Schotten erschaffen? Des Öls wegen, wurde ihm geantwortet, aber England brauchte kein Öl, sondern undurchsichtige Bank-Derivate, von denen es seit längerem schon lebte. Dass sich die Walliser und andere Völker anschließen wollten, war zu erwarten. Doch da bei ihnen weder Öl zu finden war noch seltene Erden, mussten sie wohl oder übel die Fremdherrschaft der verhassten Engländer weiter ertragen.

Von den sonstigen Freiheitsbestrebungen ist nur eine noch erwähnenswert, da ihre Ursprünge noch immer im Dunkel liegen. Es handelt sich um die Gruppe "Freiheit für Kakanien". Unklar blieb, wer die Kakanier sind, wo Kakanien liegt und von wem sie sich befreien müssen. Recherchen des SPIEGL (nach einem Tipp der amerikanischen NSA) ergaben, dass die Gruppe von einem ehemaligen "Piraten" angeführt wurde, der sich zuvor erfolglos als Kabarettist versucht hatte. Auf diese Anschuldigung reagierte der Initiator der Bewegung mit Empörung. Ein Clown zu sein sei nicht ehrenrührig und schon gar kein Hindernis, in die Politik zu gehen. Was nun die Kakanier anbelange, so sei dieses Volk über ganz Europa und weite Teile Asiens verstreut, sodass es bisher nicht möglich gewesen wäre, sie zu einem einheitlichen Volk zusammen zu schweißen oder ihnen gar das ihnen zustehende Reich zu überantworten.

Wie die Sache weiterging, weiß jeder, der in der Zukunft lebt, und deswegen will ich hier nicht näher darauf eingehen.

 

 Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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