Notizen 081

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Mein neues Wort zum Sonntag:

Warum habt ihr nichts getan?

Das haben die Nachfahren der Deutschen aus der Nazizeit ihre Eltern und Großeltern gefragt. In fünfzig Jahren werden unsere Nachfahren uns das Gleiche fragen. Was werden wir dann sagen? Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

 

Wie die Banken uns ruinieren

Über den Einfluss der Banken und deren Vorstände (oftmals Soziopathen) ist schon viel geschrieben worden. Doch wie kann man ihrer Macht Einhalt gebieten?

Vor einiger Zeit sagte der frühere und jetzige deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sinngemäß: Die Banken erfinden so viele neue Derivate, dass wir nicht mehr durchblicken und deswegen deren Wirkung auch nicht mehr einschränken können. Ja ist unser verehrter Herr Minister von allen guten Geistern verlassen? Er sollte mal ins Gesundheitsministerium wechseln und zusehen, wie Pharmafirmen ein neues Medikament auf den Markt bringen. Daran könnte er sich in Bezug auf anken ein Beispiel nehmen.

Für einen Pharmakonzern ist es nämlich äußerst schwierig, etwas Neues zu verkaufen. Erst muss das Medikament in jahrelangen Versuchsreihen entwickelt werden. Danach wird es getestet, erst an Tieren, später an Menschen, in Doppelblindversuchen. Schließlich muss die Firma nachweisen, dass das neue Präparat (a) die Wirkung erzielt, die es erzielen soll, und (b) die Nebenwirkungen entweder vernachlässigbar oder exakt angegeben werden. Sollte dann das Mittel endlich seinen Weg zu Ärzten und Apotheken gefunden haben, kann es dennoch jederzeit wieder zwangsweise vom Markt genommen werden, wenn sich herausstellt, dass es wirkungslos oder gefährlich ist. Kein Wunder, dass die internationalen Pharmafirmen ihre Patente so eifersüchtig hüten.

Und dir Banken? Denken sich irgendetwas Absurdes oder Gefährliches aus, verkaufend die Sache an ahnungslose Kunden (zu denen auch andere Banken. Versicherungen, Stadtkämmerer, Pensionsfonds etc. zählen), schöpfen den Gewinn ab und bürden den Verlust ihren ahnungslosen Kunden auf, von denen sie vorher wussten, dass sie nur draufzahlen werden. Und wieso kann man das nicht einschränken? So kommen wir zu Punkt (1) von drei Punkten zur Einschränkungen der negativen Auswirkungen hemmungsloser Bankspekulationen: Wendet doch die erprobten Kriterien, die für Medikamente gelten, auf Banken an! Erst muss das neue Derivat exakt erklärt und verständlich dargestellt werden. Danach müssen umfangreiche Test (meinetwegen als Computer-Simulationen) durchgeführt werden. Schließlich verleiht das Finanzministerium ein Unbedenklichkeitszertifikat, mit der Einschränkung, dieses könne jederzeit widerrufen werden, falls sich negative Effekte bei den Nutzern des Derivats einstellen. Dann schaut mal, wie solide die Banken plötzlich werden.

Punkt (2) betrifft die idiotische Aussage, eine Bank sei zu groß, um pleite zu gehen ("too big to fail", besser ausgedrückt: "too fat to move"). Nun mal ehrlich: Wenn Sie wüssten, dass Sie tun und lassen können, was Sie wollen, dass Sie für riskante und/oder betrügerische Aktionen entlohnt und belobigt werden, und dass Ihnen, egal was geschieht, auf jeden Fall Ihre üppigen Boni und Ihre nicht minder üppigen Pensionen erhalten bleiben, wären sie dann besonders vorsichtig und verantwortungsbewusst? Wahrscheinlich nicht. Dabei ist die Sache ganz einfach zu verhindern: Die Bank bleibt erhalten, der Staat übernimmt ihre Schulden und Verbindlichkeiten, aber die verantwortlichen Banker (Vorstand bis zu Ebene 3 nach unten, Aufsichtsrat etc.) werden entlassen, ihr Gehalt eingefroren, ihre Boni gestrichen, ihre Pensionen gekürzt. Dann wollen wir mal sehen,

Punkt (3) hat sich in den Ländern, wo das der Fall ist, bestens bewährt, aber in Deutschland sträuben sich konservative Parteien immer noch: Bringt mehr Frauen in die Vorstände, und zwar durch Zwang, nicht durch begütigendes Einreden auf sture Betonköpfe. Frauen werden in unserer Kultur zu mehr Verantwortung, Vorsicht und Kooperation erzogen als Männer (nicht: Sie sind so! Es geht ausschließlich um Erziehung und Kulturtradition.) Je mehr Frauen in den Vorstandsetagen der großen Banken und anderer Firmen sitzen, desto eher setzt sich eine menschenfreundliche Politik durch, welche solche Exzesse verhindert, wie wir sie erlebten und noch oft erleben werden.

 Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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