Notizen 079

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Mein neues Wort zum Sonntag:

Die Mitmacherinnen

Dass junge Männer, die mit ihrem Leben nichts anfangen können, in den Krieg gegen "Ungläubige" (oder wen auch immer) ziehen, kann man noch verstehen. Was aber machen Frauen dort? Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

 

Kooperation: Sind Frauen die besseren Teamplayer?

Für US-Präsident Obama ist Kooperation immer noch ein wichtiges Ideal zur Durchsetzung seiner Ziele, auch wenn sich seine Gegner vehement dagegen sträuben. Aber: Gibt es Beispiel aus der Geschichte, wo Kooperation zum Erfolg führte?

Es wird immer gesagt, wenn nur Frauen das Sagen hätten, gäbe es keine Kriege, dafür Wohlstand für jeden und Harmonie zwischen den Menschen. Stimmt das? Zwei Beispiele und zwei Gegenbeispiele sollen Klarheit bringen.

Unser erstes Beispiel ist die bei ihrem Volk beliebte und populäre Kaiserin Maria Theresa (1717 - 1780). Als Zeitgenossin von Friedrich dem Großen in Preußen kann man sie mit diesem Herrscher vergleichen. Dass beide Kriege führten, darf man keinem der beiden ankreiden, das war damals üblich.

In ihrer Politik allerdings verkörperten die beiden Herrscher ziemliche Gegensätze. Wo Friedrich der Große auf Toleranz gegenüber religiösen und weltanschaulichen Minderheiten setzte, zeigte Maria Theresa keinerlei Duldung von Nichtkatholiken. Wo Friedrich der Große verfolgte religiöse Gruppen in sein Land einlud - vor allem Hugenotten und Juden - ließ Kaiserin Maria Theresa 20 000 Juden aus Prag und schließlich aus ganz Böhmen ausweisen, und das mitten im Winter. Sogar die notorisch antisemitisch eingestellten Österreicher empörten sich über diese unnötig grausame Maßnahme, und die Kaiserin war später gezwungen, ihren Aufruf rückgängig zu machen.

Und wo Friedrich der Große die Folter abschaffte, hielt die Kaiserin eisern an der grausamen Befragungsmethode fest und gab sogar ein berüchtigtes, detailliert illustriertes Handbuch der Foltermethoden heraus. Schließlich ging auch die Zusammenarbeit mit ihrem Sohn schief, obwohl sie ihm Regierungsgeschäfte übergeben hatte, aber alle seine Entscheidungen zunichte machte.

Die zweite Frau, deren Wirken ich hier kurz schildern will, ist auch nicht gerade ein Vorbild an humaner Politik. Indira Gandhi (1917 - 1984) zeichnete sich vor allem durch ihren "Willen zur Macht" aus. Als indische Premierministerin von 1966 - 1977 errichtete sie ein autoritäres Regime, und als sie dann endlich abgesetzt wurde, machte sie sich unverdrossen wieder ans Werk, bis sie erneut Premierministerin wurde, von 1980 bis zu ihrem gewaltsamen Tod im Jahre 1984. In dieser Zeit, so berichten Kommentatoren, ging es ihr hauptsächlich darum, Rache an ihren (echten oder eingebildeten) Feinden zu nehmen.

Kommen wir zu den positiven Beispielen. Die heute zu Unrecht vergessene Kaiserin Theophanu (ca. 960 - 991) kam aus Byzanz und regierte als Gemahlin von Otto II zusammen mit dem Kaiser. Die Ehe war glücklich, und als der Kaiser überraschend an Malaria starb, führte sie die Regierungsgeschäfte von 985 bis 991 für den minderjährigen Sohn. Nach ihrem Tod mit nur 32 Jahren übernahm ihre Schwiegermutter Adelheid die Geschäfte. Theophanu wurde von den Chronisten allgemein gelobt ob ihres Einsatzes für die Familie, die Krone, für die Einheit des Reiches. Sie war eine schöne, kluge, diplomatische und fortschrittliche Herrscherin.

Springen wir 1000 Jahre in die Zukunft, also in unsere Gegenwart, dann finden wir in Hannelore Kraft, der Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfahlen, eine ebenso kluge wie sozial engagierte moderne Herrscherin. Als Vorsitzende eines Minderheiten-Kabinettes waren ihre diplomatischen Fähigkeiten gefragt, und inzwischen wird sie in ihrer Partei sogar schon als Kanzlerkandidatin für die Zeit gehandelt, wenn der Kavallerist Steinbrück vom Pferd gefallen ist.

Zwei Beispiele, zwei Gegenbeispiele - in der Fußballsprache würde das heißen: unentschieden. Dem ist aber nicht so. Denn die beiden "positiven" Frauen herrsch(t)en auf eine ganz bestimmte Art, im Gegensatz zu den Negativ-Beispielen: durch Kooperation. Theophanu regierte zusammen mit ihrer Schwiegermutter Adelheid, mit der sie sich bestens verstand, mit der sie gemeinsame Reisen unternahm, mit der sie in der Öffentlichkeit gemeinsam auftrat. Konnte die eine nicht, übernahm die andre. (Adelheid wurde später heilig gesprochen.) Und bei Hannelore Kraft ist es genauso. Sie arbeitet mit der Grünen-Vorsitzenden Sylvia Löhrmann zusammen, offenbar ohne Reibungen, Auseinandersetzungen, Basta-Entscheidungen oder Machtspielchen. Auch hier zeigt sich: Kooperation ist der Weg zum Erfolg!

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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