Notizen 074

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Mein neues Wort zum Sonntag:

Was macht Terrorgruppen so attraktiv?

Der "Islamische Staat" (IS) stellt Videos ins Internet, wo Menschen geköpft und die abgeschnittenen Köpfe als Trophäen präsentiert werden. Trotzdem - oder deswegen ? - strömen tausende junger Menschen, Männer und Frauen, zu dieser Terror-Organisation und zu anderen der gleichen Art. Was fasziniert sie daran? Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

 

Schuld sind immer die anderen

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass es Menschen gibt, die Verantwortung für ihre Taten übernehmen; und solche, die immer den anderen die Schuld geben? Wenn letztere an den Schalthebeln der Macht sitzen, wird's unangenehm.

Beispiel Griechen: Kein Grieche, ob einfacher Arbeiter oder Premierminister, hat je gesagt: Naja, da haben wir vielleicht auch ein bisschen Mist gebaut, lasst uns am Riemen reißen und die Misere gemeinsam beseitigen. Nein, Schuld an allem sind Deutschlands Bundeskanzlerin, die Nazis (die in Deutschland anscheinend immer noch regieren), die EU (weil sie Gelder zur Verfügung stellt); im Zweifelsfall die Türken oder Römer (Fremdherrschaft), vielleicht auch die Perser oder Trojaner. Die Spanier denken ähnlich. In einem SPIEGEL-Interview sagte ein dort bekannter Journalist: Die Deutschen sind an unserer wirtschaftlichen Misere schuld, weil sie so gute Autos bauen, und die müssen wir schließlich kaufen.

Am schlimmsten sind, wie üblich, die Banker. Sie zeigen keinerlei Schuldbewusstsein oder gar Reue. Bestes Beispiel dafür: Hilmar Kopper, Ex-Vorstand der Deutschen Bank. Ebenfalls in einem SPIEGEL-Interview stellt er fest (auf die Frage, wer denn an der hemmungslosen Spekuliererei schuld sei): "Wie kurz muss man denken, um für diese Entwicklung Banker verantwortlich zu machen." Wieder mal sind die anderen schuld, wer auch immer. Denn die Aufgabe der Menschheit lautet: "Es geht immer und überall nur darum, aus Geld mehr Geld zu machen." Schließlich gilt der Grundsatz: "Jeder kann in einer freien Gesellschaft machen, was er will." Und wenn die Welt dabei in Trümmer geht ...

Kopper fasst die Auffassung der Banker wunderbar zusammen. Der Leitspruch lautet schlicht: "Moral ist überall hinderlich, wo es um Erfolg geht." Und den Bankern scheint es wohl einzig um Erfolg zu gehen. Diese Amoral der Banker unterscheidet sie von Politikern. 2009 wurden die persönlichen Bereicherungen der britischen Politiker publik. Der konservative Abgeordnete Douglas Hogg beispielsweise (ein Name, den man sich nicht merken muss), schrieb auf den Spesenzettel 2200 Pfund für die Reinigung des Fußabstreifers, und sogar 2,99 Pfund für einen neuen Müllsack.

Aber dann wurde die Sache bekannt, die Politiker traten zurück, manche von ihnen beendeten ihre politische Karriere für immer. Zeigten sie also Einsicht, Schuldbewusstsein, Reste moralischer Verantwortung, im Gegensatz zu den Bankern? Mitnichten. Es gab zwischen den Politikern und den Bankern nur einen Unterschied: Die Politiker sind zumindest teilweise vom Bild in der Öffentlichkeit, also von der Meinung ihrer Wähler, abhängig. Die Banker sind es nicht. Das System der Belohnung und Bestrafung funktioniert ein ganz klein wenig bei Politikern, bei Bankern nicht. Denn sie bleiben anonym und nur ihren Vorgesetzten gegenüber verantwortlich. Und die fördern jede Abzockerei. Je mehr Kunden für dumm verkauft werden, je mehr diese wertlose oder gar gefährliche Papiere kaufen, umso mehr steigen Ruhm und Bonuszahlungen des Bankangestellten. Und die Bosse machen's ihnen vor.

Es wäre ein Leichtes, die Banker zu "guten" Menschen zu machen, nämlich: Hebt die Anonymität der Zocker auf. Präsentiert sie der Öffentlichkeit, verkündet, was sie den Kunden, der Wirtschaft, dem Staat angetan haben. Konfrontiert sie öffentlich (z.B. in TV-Talkshows) mit ihren Opfern. Dass dies funktioniert, zeigt sich am einzigen bekannten Banker. Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wurde zum Symbol der amoralischen Finanzjongleure. Er geriet - mit Namen, Foto und Biographie - ins Licht der Öffentlichkeit. Und siehe da: Es traf ihn, er ruderte in manchem zurück, was sonst als ganz selbstverständliche Schädigung von Staat und Umwelt durchgegangen wäre.

 

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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