Notizen 069

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Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

Mein Wort zum Sonntag: Die sieben Hauptsünden, Teil 2

Im Mittelalter gab es sieben Hauptsünden (nicht: Todsünden) als Grundlage für alle anderen Sünden der Menschen. Haben sie heute noch irgendeine Bedeutung? Hier Nummer 3 und 4 und ihr Bezug zur Gegenwart. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Gibt es Schutzengel?

Jeder hat schon solche Situationen erlebt: Eine Begegnung wurde verhindert, trotz bester Vorbereitungen. Später stellte sich heraus: Sie wäre fatal gewesen. Umgekehrt: Eine Begegnung wurde scheinbar arrangiert, so unwahrscheinlich war sie, so glücklich erscheint sie im Nachhinein. Es ist, als würden manchmal spirituelle Kräfte die Wege unseres Lebens sanft lenken. Doch was sagt die Wissenschaft dazu?

Zwei Physik-Nobelpreisträger, John Archibald Wheeler (Schöpfer des Begriffs "Schwarzes Loch") und sein Schüler Richard Feynman, haben eine Theorie entwickelt, die, entsprechend interpretiert, die Existenz von Schutzengeln zumindest theoretisch ermöglicht. Und das geht so: Stellen Sie sich einen Stein vor, der ins Wasser geworfen wird. Es entsteht eine Welle, die sich im Raum (ins Unendliche) und in der Zeit (in die Zukunft) ausbreitet. Die Physiker haben dafür auch eine hübsche Gleichung, die Wellengleichung, aber die hat immer zwei Lösungen. Eine ist vernünftig, die andere wird sofort verworfen. Die erste Lösung (die "retardierte") beschreibt die Welle so, wie sie oben geschildert wurde und wie sie jeder Beobachter erlebt. Die zweite (die "avancierte") beschreibt alles genau umgekehrt: Aus weiter Ferne und aus der Zukunft kommt ein schwaches Gekräusel, das sich im Hier und Jetzt zu einem singulären Ereignis verdichtet: Ein Stein wird aus der Wasseroberfläche gehoben. Bei dieser Welle läuft die Zeit umgekehrt, von der Zukunft in die Vergangenheit - ein offensichtlicher Unsinn. Oder?

Die genannten Physiker untersuchten mathematisch, ob ein Universum existieren kann, in dem beide Wellenformen vorkommen können, eine, die in die Zukunft wandert, eine andere, die aus der Zukunft kommt und damit die Gegenwart (also ihre eigene Vergangenheit) beeinflusst. Ihr Ergebnis: Nimmt man an, dass alle Wellen halbe-halbe existieren, also eine Hälfte "retardiert", die andere "avanciert", dann könnte man diese Welt nicht von der wirklichen Welt unterscheiden. Mit anderen Worten: Es wäre möglich, dass die Welt auch von der Zukunft her beeinflusst wird!

Der Physiker John Cramer hat diese Ideen verfeinert und eine Theorie entwickelt, die er Handschlag-Hypothese nennt. Wird ein Foton (ein Lichtteilchen) in einem Atom erzeugt, dann wird dieses Lichtteilchen irgendwann, vielleicht erst in ferner Zukunft, auch wieder verschluckt oder vernichtet. Die Erzeugung kann aber nach Kramer erst stattfinden, wenn die Vernichtung schon feststeht. Beide Ereignisse senden nun Wellen ins All, in die Zukunft bzw. in die Vergangenheit. In der Mitte des Raums und in der Mitte der Zeit treffen sie auf einander und schütteln sich, bildlich gesprochen, die Hände.

Setzen wir, als reine philosophische Spekulation, die "Geburt" eines Lichtteilchens in einem Atom mit der Geburt eines Menschen gleich, den "Tod" des Teilchens (durch Absorption) mit dem Tod des Menschen, dann wird nach dieser Theorie das Leben des Menschen von der Zukunft her beeinflusst. So etwas haben viele Religionen auch behauptet. Es ist, als ob ein Wesen unser Schicksal kennt und alle Geschehnisse, soweit möglich, von diesem Standpunkt aus lenkt. Die Welt entfaltet sich nicht aus der Vergangenheit, sondern aus der Zukunft. Und die Bedeutung eines Vorfalls wird nicht nach den Kräften beurteilt, die dazu führten, sondern danach, wie er in den großen Lebensplan passt, wer auch immer den aufgestellt hat.
Das ist doch mal ein beruhigender Gedanke!

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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