Notizen 067

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Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

Mein Wort zum Sonntag: Wie ist der "Islamischen Staat" entstanden?

Der "Islamische Staat" (IS) verbreitet Angst und Schrecken mit seinen Videos von öffentlichen Köpfungen, und wir verstehen nicht, was ihn so faszinierend macht für junge Leute. Aber wie ist diese Organisation entstanden? Und können wir daraus etwas lernen? Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Mein Wort zum Sonntag: Hat Loriot recht?

Der große deutsche Universalkünstler Vicco von Bülow alias Loriot hat es in unzähligen Sketchen drastisch dargelegt: Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen. Aber hat er recht? Ein paar Beobachtungen zu einem heiklen Thema.

Vor Kurzem las ich das Buch von Dietrich Schwanitz mit dem Titel: "Männer: Eine Spezies wird besichtigt" - und staunte über die Genauigkeit, mit der er die Verhaltensweisen von Männern und Frauen beschreibt. Denn ich erinnerte mich an unsere Mittagstischrunden beim P.M.-Magazin, dort war's genauso, wie Schwanitz beobachtet hat.

In der Kantine bildeten sich meistens reine Männer- und Frauentische. Am Männertisch ging es darum, den anderen durch Frotzeleien und hinterhältige Vorwürfe dazu zu bringen, etwas Witziges und/oder Schlagfertiges von sich zu geben. Je verblüffender die Gegenrede, desto höher das Ansehen. Persönlich waren die Angriffe nie gemeint. Es herrschte ein Klima der Ellbogen-Kameradschaft: ein bisschen anstoßen, zurückstoßen, ein Spiel treiben, wo einer einen Zug macht und der andere einen Gegenzug. Das war's.

Am Frauentisch herrschten ganz andere Verhältnisse. Da wurde über Kinder, Krankheiten und Ehemänner geredet, und auch die Beziehungen in der Firma kamen nicht zu kurz. Informationen machten die Runde, niemand wurde angegriffen, frau unterstützte sich gegenseitig mit Ratschlägen und mitfühlenden Bemerkungen.

Soweit, so gut. Die Katastrophe trat ein, wenn sich eine Frau an den Männertisch setzte oder sich ein Mann an den Frauentisch verirrte, meist nur deshalb, weil der eigene Tisch voll war und mann/frau nicht allein oder bei Fremden sitzen wollte. Als einmal eine unserer Frauen zu den Männern kam, wurde sie gleich auf die übliche Weise begrüßt - sozusagen in die Runde aufgenommen - wie es eben üblich war: mit Frotzeleien und persönlichen, aber keineswegs persönlich gemeinten Vorwürfen. Und die Frau reagierte, wie keiner erwartet hatte: empört, aggressiv; sie konnte sich nicht beruhigen und ging noch während des Essens weg. Keiner der Männer wusste, warum, denn niemand hatte ihr etwas getan.

Als mal ein Mann an den Frauentisch kam, wurden die Sozialisierungsbemühungen unserer Gesellschaft erst recht sichtbar. Der Mann klinkte sich in keiner Weise in die bestehenden Gespräche ein, sondern fing sofort an, irgendeinen Blödsinn zu erzählen, der nur ihn interessierte - und alle hörten unterwürfig zu. Die Gespräche erstarben abrupt, der Alleinunterhalter war nicht mehr zu bremsen. Auch der zaghafte Versuch meinerseits, wieder typische Frauenthemen anzusprechen, schlug fehl. Die Frauen zeigten sich kollektiv unterwürfig und sagten nichts mehr.

Nun könnte das ein Generationenproblem sein. Doch vor einiger Zeit hörte ich am Nebentisch die Unterhaltung zweier junger Männer und einer jungen Frau. Und es ging genauso zu wie in der erwähnten Frauenrunde: Die Männer plauderten über Autos und Elektronik, die Frau hörte zu und sagte nichts. Hat sich denn durch die Aufklärungskampagnen von Schwarzer und Co. nichts in den Köpfen geändert?

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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