Notizen 066

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Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

Mein Wort zum Sonntag: Wachstum ohne Ende?

Die Regierungen verlangen und verkünden immer nur eines: wirtschaftliches Wachstum. So plündern wir weiter unseren Planeten. Und wo soll das enden? Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Mein Wort zum Sonntag: Was bedeutet 'führen'?

Von einem Politiker oder gar Staatsmann erwartet man, dass er Führungsqualitäten besitzt - von einem Fußballkapitän oder Firmenvorstand ebenfalls. Aber was bedeutet das?

Vor noch nicht allzu langer Zeit hat man Bundeskanzlerin Merkel mangelnde Führungsqualitäten unterstellt und auch oft vorgeworfen. Sie sage nicht, wo's langgeht; sie fälle keine augenblicklichen Entscheidungen; sie trete nicht autoritär auf wie ihr Vorgänger, "Basta"-Mann Gerhard Schröder. Diese Vorwürfe sind plötzlich verschwunden. Was ist geschehen?

Frau Merkel hat in kurzer Zeit, mit einem Federstrich und ohne lange Diskussion, eine Energiewende eingeleitet, entgegen dem Willen der Mehrheit ihrer Partei, der Energieunternehmen und der anderen europäischen Nationen. Gut, es gibt in der Umsetzung einige Probleme. Aber immerhin hat Merkel gemacht. Nicht nur geredet.

Nebenbei hat "Mutti" sich auch noch zur heimlichen Herrscherin über Europa gemausert, ganz ohne Kreischen, Sichzurschaustellen oder autoritäre Töne. Sowas kennen die Deutschen nicht, denn die Erinnerung an den letzten sogenannten "Führer" ist leider immer noch lebendig.

Wie also führt man richtig? Die Antwort: Ich weiß es nicht. Aber ich will etwas Persönliches erzählen, nämlich, wie man beim Tango führt. Und da der Tango oftmals ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit darstellt, kann man möglicherweise einiges auf das wahre Leben übertragen.

Dass man in Deutschland ein etwas gespaltenes Verhältnis zum Führen und Geführtwerden hat, ist verständlich. So sehen manche Tangotänzer ihre Führungsaufgabe darin, ihre Partnerin wie einen Kartoffelsack durch die Gegend zu schleifen. Jedwede Eigeninitiative ist untersagt. Nicht einmal einen Gancho - ein Schlagen Bein gegen Bein - darf sie machen, auch wenn ihr der Herr sein Bein anbietet. Erst muss geführt werden. So hat es mir ein Münchner Tangolehrer mal erzählt.

Wenn das falsch ist, wie geht es richtig? Rodolfo Dinzel, berühmter Tangotänzer, gewiss kein "Weichei" oder Softie, hat die Sache klargestellt: "Die übliche Auffassung der Männer über Frauen, die sich nicht fügen, ist die, dass sie 'schlecht tanzen'. Denn sollte eine Frau einen Dialog versuchen, wird sie vom Mann daran gehindert, wenn dieser den Tanz mit der Haltung eines Senders von Monologen angeht. Bedauerlicherweise rebellieren nicht alle Frauen gegen die ihnen mit der 'Gehorsamspflicht' auferlegte Passivität."

Also: Der Führer hält keine Monologe, er soll sich vielmehr einem kreativen Dialog stellen. Was heißt dann 'führen'? Schlicht und einfach: Impulse setzen. Wie die Partnerin darauf reagiert, ist ihre Sache. Führen heißt: Macht ausüben, und das ist nicht verboten, es kann sogar Spaß machen. Aber nicht so: Führer befiel, wir tun alles: Das war einmal. Doch das Gegenteil von totaler Unterwerfung ist eben auch nicht die totale Freiheit, und ein Macho ist nicht einer, der die Frauen verachtet oder sich von ihnen aushalten lässt. Der deutsche Tango-Mann dagegen erwartet oft: Die Frau muss genau das tun, was ich will, und sie darf nur das tun, was ich will. Basta. Vermutlich wäre für solche Männer ein Hund das besser Gegenstück, oder ersatzweise ein Besenstiel.

Wie also sollte man richtig führen? Vielleicht so, wie es der Taoismus beschreibt: als Nicht-Tun. Das ist schlecht übersetzt, denn es bedeutet keinesfalls: nichts tun. In Wirklichkeit lautet das Grundprinzip des Taoismus: zur richtigen Zeit das Richtige tun, und das ist das Gegenteil von blindem Aktionismus. Oder von Besenstiel-Bastaismus. Aber es erfordert Sensibilität, Einfühlungsvermögen, Rücksichtnahme und Respekt. Das macht also den guten Führer aus!

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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