Notizen 060

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Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

 

Mein Wort zum Sonntag: Was ist Logik?

Wenn wir sagen: Das ist logisch, meinen wir: Das ist vernünftig, praktisch, sinnvoll. Doch Logik hat damit nichts zu tun, ja, sie kann unmenschlich sein und extrem gefährlich werden.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Mein Wort zum Sonntag: Sind Mädchen intelligenter als Jungs?

Seit neuem schneiden Mädchen bei Intelligenztests und bei schulischen Leistungen besser ab als Jungen. Sind diese Daten echt, und wenn ja, woran liegt es?

Frauen wurde seit jeher jegliche Intelligenz abgesprochen. Besonders schwer hatten es Mathematikerinnen und Astronominnen. Die große antike Mathematikerin und Astronomin Hypatia (355 - 415) wurde von einem christlichen Mob auf offener Straße zerfleischt. Für die Verhetzung des Mobs war der Patriarchen Kyrill von Alexandria verantwortlich, der später heiliggesprochen wurde. Die junge Caroline Herschel (1750 - 1848) interessierte sich schon als Kind für Naturwissenschaften. Sie wollte Astronomie studierten wie Vater und Bruder. Es wurde ihr verboten - von der Mutter. Denn die meinte, "Sie soll ein roher Klotz sein und bleiben". So nahm sie heimlich Unterricht bei den beiden Männern und flüchtete mit 22 Jahren zu ihrem Bruder nach London, wo sie bedeutende Beträge zur Astronomie leistete.

Die Mathematikerin Sophie Germain (1776 - 1831) leistete Bedeutendes im Bereich von Zahlentheorie und mathematischer Physik. Doch sie durfte nicht publizieren. Erst der "Mathematikerfürst" Carl Friedrich Gauß erkannte "sein" Genie, denn er dachte, sie wäre ein er. Als er ihr wahres Geschlecht erfuhr, förderte er sie umso mehr, denn er war ein netter Mensch. Die polnische Chemikerin Marie Curie (1867 - 1934) wurde nicht in die französische Akademie der Wissenschaften aufgenommen, obwohl sie, als eine der ganz wenigen Personen, den Nobelpreis gleich zweimal bekam! Die österreichische Physikerin Lise Meitner (1878 - 1968) erkannte das Geheimnis der Kernspaltung, während ihr angeblicher Entdecker, Otto Hahn, im Dunkeln tappte. Doch er erhielt Nobelpreis und Nachruhm, nicht sie. Etwas von dieser Arroganz gegenüber weiblicher Intelligenz ist an unseren Schulen immer noch spürbar: Mädchen, die gut in Mathe oder Naturwissenschaften sind, werden gemobbt!

Noch schlimmer gingen Mediziner und Psychologen mit den Frauen um. Nur ein Beispiel: Der deutsche Neurophysiologe Paul Julius Möbius (1853 - 1907) ist der Nachwelt in Erinnerung durch sein Machwerk "Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes" (1900). Darin zeigte er: Frauen haben im Durchschnitt kleinere Gehirne als Männer (was stimmt), folglich sind sie dümmer. Später kam jemand auf die Idee, die Gehirngröße zur Körpergröße in Bezug zu setzen. Ergebnis: Frauen haben, relativ gesehen, größere Gehirne als Männer. Woraus die Forscher folgerten: Frauen sind immer noch dümmer als Männer! Denn sie brauchen zur gleichen Denkleistung größere Gehirne. Das ist die Logik der Wissenschaft! Jedenfalls der schlechten.

Heutzutage sind aber Mädchen, vor allem in der Schule, meist besser als ihre Mitschüler. Sind sie deswegen intelligenter? Abgesehen davon, dass der Begriff "Intelligenz" äußerst vage definiert ist, kann man nur sagen: Mädchen erbringen bessere Schulleistungen, weil möglicherweise unser Schulsystem der Physiologie von Mädchen besser angepasst ist als dem der Jungen. Denn die brauchen Bewegung, unser Schulsystem orientiert sich aber immer noch an den mittelalterlichen Klosterschulen, und dort hieß es vor allem: stillsitzen.

Inzwischen probieren einige Schulen etwas anderes, nämlich Gruppen- und Projektarbeit. Da können sich Schüler selbst organisieren, von Tisch zu Tisch gehen, Verantwortung für ihr Da-Sein oder Fernbleiben übernehmen und Zusammenarbeit lernen. Sollte sich dieses System durchsetzen, dann werden die Karten völlig neue gemischt. Und dann wird sich herausstellen, wer besser kooperieren kann - wer also die bessere "soziale" Intelligenz besitzt!

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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