Notizen 059

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Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

Mein Wort zum Sonntag: Lagunentango

Venedig ist immer eine Reise wert, vor allem in Bezug auf Tango. Wer allerdings gewisse Bedürfnisse spürt, muss viel Hirnschmalz aufwenden, sie dort zu befriedigen.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Mein Wort zum Sonntag: Vom Verhalten der Geschlechter

Wie gehen Männer und Frauen in einem zivilisierten Land wie Deutschland miteinander um, vor allem im Vergleich mit eher unzivilisierten Ländern wie Italien oder Argentinien? Vergleiche sind schwierig, aber aufschlussreich.

Stellen Sie sich folgende Szene vor: Eine mehr oder weniger attraktive Frau steht in der U-Bahn, und ein Mann schaut sie an – neugierig, bewundernd, fasziniert und vielleicht sogar begehrlich. Wie reagiert die Frau in einem südlichen Land? Sie fühlt sich geschmeichelt. Und jetzt die gleich Szene in Deutschland: Ein Mann (vermutlich ein Ausländer, deutsche Männer tun so was nicht) schaut sie an – neugierig, bewundernd, fasziniert und vielleicht sogar begehrlich. Wie reagiert die Frau? Sie fühlt sich belästigt bis bedroht. Manchmal hat man das Gefühl, die Frauen in Deutschland wollen sich nicht zeigen, schon gar nicht als weibliche Geschöpfe. Erotik ist verpönt und höchstens noch beim Joggen erlaubt, weil frau mit Burka nicht gut laufen kann.

Aber um wissenschaftlich relevante Vergleiche ziehen zu können, bedarf es einer genormten Experimentalsituation. Und die gibt es tatsächlich: Überall in aller Welt wird argentinischer Tango getanzt, ein besonders sinnlicher und erotischer Tanz. Überall herrschen, mehr oder weniger, die gleichen Regeln, Rituale, Ziele. Und da zeigen sich die Unterschiede. Latinofrauen und -männer beispielsweise kleiden sich eher, sagen wir, angemessen und interessant. Männer tragen Anzüge, Frauen Kleider oder raffiniert geschneiderte Hosen. In Deutschland tragen Männer Schlabberhosen und Joggingschuhe. Frauen tragen dagegen Schlabberhosen und Joggingschuhe. Nur kein Aufsehen erregen, das könnte Begehrlichkeiten wecken!

Also: In einem lateinisch geprägten Land sind Männer und Frauen stolz, sich zu zeigen. Sie achten auf ihr Äußeres, auch im Alter. Bei uns sind Männer und Frauen indigniert, wenn sie sich zu sich selbst bekennen, sich als Mann oder gar als Frau darstellen. Am besten Unisex, da fällt frau nicht auf. Könnte doch sein, dass ein Mann bei ihrem Anblick auf üble Gedanken kommt. Und das widerspräche den hehren Idealen der Emanzipation.

Den Umgang mit den sinnlichen Aspekten des Tangos beherrschen Latinofrauen ebenfalls besser als ihre deutschen Schwestern. Sie suchen sofort die Nähe, ohne die dieser improvisierte Tanz auch nicht möglich ist. Diese Nähe bedeutet keine Einladung, nur ein Aufgehen und sich Hingeben im Tanz. Deutsche Frauen sind in dieser Hinsicht viel zögerlicher, man könnte meinen: verklemmter. Berührung, Nähe, das Riechen und Spüren eines Gegenübers, mit dem ja nur getanzt werden soll – das ist ungewohnt und unangenehm.

Aber auch die Männer haben hierzulande Probleme mit ihrer Führungsrolle. Führen heißt (zumindest im Tango): Impulse geben, Verantwortung für das Paar übernehmen, sich in Musik und Persönlichkeit der Partnerin hineinfühlen. Doch in Deutschland wirkt unbewusst immer noch der Schatten des einstigen Führers: Ich sage, wo's langgeht, und du gehorchst ohne Widerspruch. Der damalige Führer hielt übrigens immer Monologe; zu Dialogen war er nicht fähig. Doch genau das – der stumme Dialog zweier Körper – macht das Wesen des Tangos aus!

Vielleicht überwinden wir mal die nicht immer geglückte Emanzipation der Achtundsechziger und erfahren das wahre Wesen männlicher und weiblicher Energien beim Tangotanzen ...

Mehr zum Wesen des Tangos hier.

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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