Notizen 057

Wenn der Rundbrief nicht richtig angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mein Wort zum Sonntag: Gott ist tot?

Viele wenden sich vom Glauben ab, weil sie nicht verstehen können, wie ein allmächtiger und allgütiger Gott so schreckliche Übel zulassen kann wie Völkermord und Kriege - in Seinem Namen! Dabei muss das gar nicht sein.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mein Wort zum Sonntag: Als Gott den Menschen schuf. Teil 1: Bibel und Urknall

Sie kennen sicher die Bibelstelle aus der Genesis (Seite 1 der Bibel), wo Gott die Welt erschuf, erst Himmel und Erde, dann Licht und Finsternis, Land und Meer, Pflanzen, Tiere, und zuletzt Adam. Kombiniert man diese Erzählung mit dem Beginn des Johannes-Evangeliums, so ergibt sich folgendes Bild:

Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Mit "Wort" ist der griechische "logos" gemeint, was soviel wie "Geist, Gedanke" bedeutet. Am Anfang war also etwas Nicht-Materielles, nicht Greifbares. Ersetzen wir nun "Wort" (logos) durch "Vakuum" und "Gott" durch "Energie" und formen den Satz leicht um, dann erhalten wir etwa diese Aussage:

Am Anfang war das Vakuum, und das Vakuum war voll Energie, und die Energie war im Vakuum.

Klingt ein bisschen abstrakt, stimmt aber in etwa mit dem überein, wie sich theoretische Physiker den Beginn der Welt unmittelbar vor dem Urknall vorstellen. Jetzt greifen wir zurück auf die Genesis des Moses, und dort heißt es:

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

Diesen Satz können wir fast unmittelbar verwenden, indem wir in so übersetzen:

Und die (latente) Energie entschloss sich, aus dem Nichts des Vakuums in die Realität zu treten. Und so entstand eine gleißende Lichtkugel.

Der Urknall ist geboren! Waren die Verfasser der Bibel so weitsichtig, Idee der modernen Kosmogonie vorauszusehen? Nein, es ist wohl eher umgekehrt: Wir haben die Grundlagen der Idee des Urknalls mit ein paar Worttransformationen aus der Bibel abgeleitet. Was nicht weiter verwundert, denn der Mythos vom Urknall ist bis in Einzelheiten der Genesis entlehnt - und er stammt von dem katholischen Geistlichen Le Maitre! Die Urknall-These wurde auch offiziell von Papst Pius XII als mit dem christlich-katholischen Glauben kompatibel anerkannt. Ich habe den Urknall als "Mythos" bezeichnet, weil er eine reine Gedankenkonstruktion darstellt, und manche Beobachtungstatsachen in seinem Sinn interpretiert werden können (aber nicht müssen), während andere wiederum ihn zu widerlegen scheinen. Doch das nur nebenbei.

Überspringen wir die ersten fünf Tage der göttlichen Schöpfung und kommen zum sechsten Tag. Da schuf Gott bekanntlich Adam. Der fühlte sich einsam, also versetzte ihn Gott in Tiefschlaf, entnahm ihm eine Rippe und formte daraus seine Gefährtin, ihm nach- und untergeordnet. Und so begann die Geschichte der Menschheit, zumindest nach jüdisch-christlicher Überlieferung. Stimmt's? Nein, stimmt nicht! Lesen Sie diese Stelle, dann merken Sie, vermutlich zu Ihrem Erstaunen, dass der Schluss ganz anders lautet, nämlich:

Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde ... und schuf sie einen Mann und ein Weib. Und Gott segnete sie ...

Wohlgemerkt: Er schuf beide gleichzeitig und gleichberechtigt. Nix mit Rippe, Einsamkeit oder der Überlegenheit des Mannes. Unmittelbar im Anschluss an diese Episode wird die Schöpfungsgeschichte ein zweites Mal erzählt, jetzt aber ganz anders. Und am Ende der zweiten Erzählung steht die Sache mit dem Mann und der Rippe und der Frau. Die Redakteure der Bibel haben also zwei total widersprüchliche Erzählungen so hintereinander gestellt, dass jeder merken muss: Hier stimmt was nicht. Wieso haben sie das getan?

Das herauszufinden ist Sache der Theologen. Ich denke, schon zur Zeit der endgültigen Niederschrift der Bibel gab es verschiedene Strömungen im Judentum. Die einen waren liberal und wollten die Gleichberechtigung von Mann und Frau demonstrieren. Die anderen waren konservativ und wollten die Überlegenheit der Männer festgelegt haben. Weil sie offenbar gleich mächtig waren, hat jeder seine Geschichte eingebracht.

Ist aber der Mensch nun, biologisch gesehen, tatsächlich die "Krone der Schöpfung"? Zweifel sind angebracht. Mehr dazu im zweiten Teil der Geschichte!

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
  --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

---------------------------------------------------------------------

Wenn Sie den Rundbrief in Zukunft nicht mehr erhalten wollen, können Sie Ihre E-Mail-Adresse hier aus dem Verteiler löschen:

http://stereo.peter-ripota.de/newsletterabonn-de-3502.html

Impressum: Angaben gemäß § 5 TMG:
Peter Ripota, Gertrud-Bäumer-Str. 2, 80637 München
Kontakt: Telefon: 089 1596198, E-Mail: tango@peter-ripota.de
Umsatzsteuer-ID: 67 189 153 024
Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Peter Ripota, Gertrud-Bäumer-Str. 2, 80637 München