Notizen 054

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Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

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Mein Wort zum Sonntag: Achtung Deutsche!

Es gibt eine Beratungsstelle für Amerikaner, die beruflich in Deutschland zu tun haben: wie sie sich in Deutschland und den Deutschen gegenüber zu verhalten haben. Hier ein paar Ausschnitte, vom Berichterstatter leicht bearbeitet. Achtung: Amerikaner haben Humor!

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Mein Wort zum Sonntag: Meine Hochzeitsrede

Haben Sie sich auch schon über geistlose oder pseudowitzige Gratulationsreden geärgert? Wenn ja, dann wissen sie, wie schlimm so etwas sein kann. Ich persönlich wollte es darauf erst gar nicht ankommen lassen und verfasste deswegen die Rede für meine eigene Hochzeit gleich selbst. Hier ein Ausschnitt.

Fangen wir damit an, womit es begann. Im Tango kommt man einander leicht näher, aber das reicht nicht für etwas Dauerhaftes. Erst müssen die von Gesellschaft und Anstand gebotenen Grenzen überwunden werden. Bei uns beruhte diese Grenzüberschreitung auf einem Missverständnis. Da ich weiß, wie sehr die Füße der Damen im Tango belastet werden, bot ich meiner Zukünftigen an, ihr die Füße zu massieren, zumal ich das auch einmal gelernt habe. Sie aber wollte, dass ich ihr den Nacken massiere, und da wir uns nicht einigen konnten, haben wir uns dann, als Kompromiss, in der Mitte getroffen.

Nun gibt es nicht nur organisatorische Probleme bei der Schließung einer Ehe (siehe: Mein Wort zum Sonntag: Da wiehert der Amtsschimmel)

sondern auch interne Differenzen zwischen den Ehepartnern, die nicht unter den Tisch gekehrt werden sollen und die ich hier in aller Offenheit ansprechen werde, zur Erbauung der Ledigen und zur Warnung an diejenigen, die sich fürs Leben binden wollen.

Ein Unterschied, der heutzutage viel zu wenig beachtet wird, liegt in unserer unterschiedlichen Rassenzugehörigkeit. Ihr werdet sagen: Das hatten wir ja schon, seien wir froh, dass es vorbei ist. Mag sein. Aber bedenket: Monika gehört zur Rasse der nordischen Langschädel, wissenschaftlicher Name: Homo superior brachycephali. Die Übersteigerungsform ist der detektivische Spitzschädel, der so aussieht (siehe hier):

Ich dagegen gehöre zur Rasse der mongolischen Breitschädel (ein Erbe Dschingis Khans), wissenschaftlicher Name: Homo inferior dolichochranis. Die Übersteigerungsform ist der gruselige Dickschädel, der so aussieht (siehe hier):

Soweit so gut und für uns auch kein wirkliches Problem. Man stelle sich aber vor, wir hätten gemeinsame Kinder, und eines davon hätte die jeweilige Schädelform von jedem Elternteil dominant geerbt. Was dann herausgekommen wäre, wage ich mir nicht vorzustellen. Vermutlich wäre daraus ein voluminöser Quadratschädel geworden, wissenschaftlicher Name: Homo horrificus quadraticus.

Das nächste Ehehindernis liegt in unseren unterschiedlichen Sprachen. Nun werdet ihr sagen: Die reden doch alle deutsch. Ja von wegen! Ich meine jetzt nicht so triviale Unterschiede wie Tomaten gegen Paradeiser, Quark gegen Topfen, Kartoffeln gegen Erdäpfel, 100 Gramm gegen 10 Deka, Mathematík gegen Mathemátik, Káffe gegen Kaffeé, Ripótta gegen Rípota. Nein, die Schwierigkeiten kommen von zwei ebenso einfachen wie wichtigen Wörtern: ja und nein. Jeder, der das Unglück hatte, in einem südlichen Land eine Weile leben zu müssen, weiß, dass es in Österreich kein "nein" gibt. Man muss also, wie im Chinesischen, aus Betonung, Länge, Sprachmelodie und Geschwindigkeit des "ja" Schlüsse auf den wahren Charakter der Aussage treffen. Wenn also ein Österreicher "jaja" sagt, meint er: Nicht schlecht, die Idee sollte man weiteverfolgen, ist mir allerdings zu mühsam. Sagt ein Österreicher "ja" (mit Aufwärtstrend am Ende), heißt das: Gute Idee, mach mal. Sagt ein Österreicher "ja" (mit Abwärtstrend am Ende), heißt das: Na weißt du, auf solche Gedanken kannst auch nur du kommen. Sagt ein Österreicher "vielleicht", heißt das: nein. Und sagt ein Österreicher "nein", dann ist er kein Österreicher, sondern ein Piefke (abfällig für: im nördlichen Ausland geboren).

(Nach Aufzählung weiterer Unterschiede, vor allem der Religion, dann endlich:)

Schluss mit den Differenzen. In den nächsten 45 bis 60 Minuten will ich detailliert aufzählen, was uns verbindet. Und damit ich nichts vergesse, habe ich alle Punkte in diesem Büchlein fein säuberlich zusammengefasst. (Faltet mühsam ein DIN-A3-Blatt auseinander, auf dem in großen Buchstaben steht: LETS DANCE!)

Dieser Artikel (mit Abbildungen und Kommentaren) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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