Notizen 053

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Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

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Mein Wort zum Sonntag: Müssen wir helfen?

Tausende von Flüchtlingen stranden an unseren Küsten. In arabischen und schwarzafrikanischen Ländern herrschen mörderische Bürgerkriege. In Indien werden Kinder versklavt. Viele sterben an Ebola. Sind wir stets zum Helfen verpflichtet?

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Mein Wort zum Sonntag: Wie man Europas Probleme lösen wird

Die Regierung in Deutschland hat eingesehen, dass es in Europa so nicht weiter geht: Nur sparen bringt alle an den Rand des Abgrunds. Also hat sie neue, noch geheime Pläne entwickelt, die zum ersten Mal und exklusiv auf seniorbook vorgestellt werden.

Kann Deutschland den europäischen Ländern, die in Not sind, helfen? Die Länder denken, nein, und Deutschland langsam auch. Das Konzept: Ein Lehrmeister sagt allen, wie's geht, scheint nicht aufzugehen. So haben informierte Kreise etwas anderes vorgeschlagen, nämlich eine europäische Institution, die sehr alt ist und sich offenbar bewährt hat: Partnerschaften, die sich auch als Patenschaften herausstellen können.

Städtepartnerschaften, also Partnerschaften zwischen zwei Städten oder Gemeinden mit dem Ziel, sich kulturell und wirtschaftlich auszutauschen, gibt es schon seit dem Jahr 836. Die älteste europäische Städtefreundschaft, zwischen Paderborn (Deutschland) und Le Mans (Frankreich), stammt aus dem tiefsten Mittelalter!

Die Erweiterung liegt auf der Hand: Länderpartnerschaften, zur gegenseitigen kulturellen und wirtschaftlichen Hilfe. Und diese Partnerschaften sind in dem geheimen EU-Papier vorgesehen:

Portugal und die Niederlande: Sie eint der ehemalige Besitz großer Kolonialreiche, und so können sie einander gute Ratschläge geben (oder sich gegenseitig trösten) in Bezug auf vergangenen Ruhm und entgangene Einnahmen. Oder wie man ohne überseeische Besitzungen leben kann.

Spanien und Österreich: Die beiden Länder hatten mal gemeinsame Herrscher aus dem Hause Habsburg. Die Österreicher übernahmen das spanische Hofprotokoll und die Spanische Hofreitschule, wobei die zugehörigen Pferde (Lipizzaner) nicht mehr in Lipica (Slowenien), sondern in der Steiermark gezüchtet werden. Vielleicht könnte man auch in Spanien eine Zuchtanstalt einführen und österreichische Pferdetrainer nach Spanien schicken. Die Spanier könnten sich revanchieren, indem sie ihre Fußballtrainer nach Österreich ausleihen. Dann würde sich wenigstens langfristig das Fußballniveau der Österreicher über das der Faröerinseln erheben.

Island und Norwegen haben viel gemeinsam, vor allem, dass sie nicht in der EU sind und meinen, es auch nicht nötig zu haben, was zumindest für Island nicht unbedingt zutrifft. Beide verteidigen vehement ihre Fischgründe, nur dass die Norweger den Vorteil haben, in ihren Grünen nicht nur Fische zu fangen, sondern auch Öl zu fördern. Das könnten sie den Isländern beibringen.

England und Schottland haben ebenfalls einiges gemeinsam, zum Beispiel das Land, zu dem sie gehören, was aber beide nicht gut finden. So könnten die Schotten den Engländern beibringen, wie man Baumstämme elegant durch die Gegend wirft, während die Engländer den Schotten zeigen könnten, wie man dabei gelassen bleibt. Mit Öl ist da auch was, das könnten die Schotten ja gegen Bankenderivate aus London tauschen.

Italien und Luxemburg haben eines gemeinsam: Sie wissen, wie man Geld vor dem Fiskus versteckt. Da beide Länder in dieser Hinsicht eine gewisse Perfektion erlangten, könnten sie eine gemeinsame Bank auf der Insel Vanuatu gründen (weit weit weg vorm Zugriff der BAFIN oder der Mafia) und dort das Geld in Sicherheit bringen. Denn der Rest von Europa hat seltsame Vorstellungen von "Transparenz", und dass man den Staat nicht betrügen darf.

Irland und Rumänien haben es mit Minderheiten, und reich sind sie beide auch nicht, obwohl die Iren das eine Zeitlang glaubten. Die Iren halten sich für eine von Großbritannien unterdrückte Minderheit, obwohl sie die Mehrheit darstellen, während die Rumänen glauben, mehrheitlich von der Minderheit der Roma und Sinti gepiesackt zu werden. Da kann jeder dem anderen die spezifischen Probleme schildern. Die Iren wissen zudem eine Menge über Auswanderung, die Rumänen können davon nur lernen.

Wallonien und Flandern gehören zwar zum gleichen Land, nämlich Belgien, was sie aber inzwischen offenbar vergessen haben. Die Wallonen könnten den Flamen französisch beibringen, die Flamen den Wallonen flämisch, was eine gute Voraussetzung dafür wäre, dass die beiden wieder miteinander reden. Das Vorhaben scheint aber hoffnungslos, denn die Wallonen halten flämisch für einen niederländischen Dialekt und die Flamen halten wallonisch für einen französischen Dialekt. Beide wollen sich aber nur in Hochsprachen unterhalten.

Griechenland und Schweden haben eines gemeinsam, nämlich die Übermacht des Staates, die in beiden Ländern aber nicht als bedrückend, sondern als wohltuend empfunden wird. Nur dass die Schwedens sich diese Vormacht leisten können, die Griechen im Augenblick nicht. So könnten die Schweden den Griechen zeigen, was der Staat tun kann, damit die Bürger auch was tun können.

Frankreich und Deutschland wären die wichtigste Paarung in Europa, zumal sie die meisten Berührungen miteinander im Lauf der Geschichte hatten, davon auch einige positive. Denken Sie nur daran, wieviele französische Wörter die Deutschen in ihre Sprache integriert haben, während die Franzosen von den Deutschen lernten, niemals so sein zu wollen wie diese. Um das gegenseitige Verständnis zu fördern, schlage ich eine etwas harte Maßnahme vor: einen halbjährigen Austausch der jeweiligen Regierungschefs. Die deutsche Kanzlerin könnte im Elysépalast endlich wie eine Königin regieren und ihr Aussehen (Persönlichkeit, Verhalten, Kleidung) dem immer noch royalen Regierungsstil französischer Staatsoberhäupter anpassen, während der französische Präsident in Berlin lernen müsste, wie man mit aufmüpfigen Abgeordneten fertig wird, die meinen, sie wären demokratisch gewählt, und in einer Demokratie wäre der König genauso viel wert wie ein gewöhnlicher Bürger. Was für absurde Vorstellungen manche haben!

Dieser Artikel (mit Abbildungen) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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