Notizen 052

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Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

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Mein Wort zum Sonntag: Was ist Krankheit? Noch mehr Definitionen

Wenn wir krank sind, haben wir eine Krankheit. Aber was ist das? Denken wir vielleicht gelegentlich noch in Kategorien des Mittelalters? Hier noch mehr Auffassungen und ihre Konsequenzen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Mein Wort zum Sonntag: Wie man eine Beziehung kaputt macht

Eigentlich wollen wir ja wissen, wie man eine Beziehung erhält. Doch weil der erste Schritt zur Erreichung dieses Zieles darin besteht, ihr Ende zu verhindern, lohnt sich ein Blick auf die folgende Studie.Amerikanische Wissenschaftler fanden heraus, welche vier Verhaltensweisen Partnerschaften mit Sicherheit zerstören. Ihre Erkenntnisse sind auch politisch brisant.

In den 1990er Jahren analysierte der Psychologe John Gottman von der University of Washington verschiedene Paare durch Befragung und Video-Aufnahmen. Auf Grund seiner jahrzehntelangen Analysen entwickelte Gottmann ein Programm, das ihm eine zu 90 Prozent korrekte Voraussage der Stabilität einer Beziehung lieferte. Dabei isolierte er vier Verhaltensweisen, die, wenn sie gemeinsam auftreten; das Ende einer Beziehung garantieren. Gottmann nennt sie die "vier apokalyptischen Reiter einer Partnerschaft". Nach seinen Untersuchungen sind das:

1. Kritik

Differenzen mit dem Partner kommen in jeder Partnerschaft vor und sollen auch diskutiert werden. Doch muss die Kritik so formuliert werden, dass der Partner auch eine Möglichkeit sieht, sie sich zu Herzen zu nehmen. Beispiel für falsche Kritik: Menschen wie du sind einfach unfähig ... (Hier wird der Mensch als solcher kritisiert, nicht sein Verhalten. Also kann er auch nicht dagegen unternehmen.)

2. Verachtung

Der Partner wird nicht als gleich-, sondern als minderwertig gesehen Das führt zu Zynismus ("Das hast Du ja wieder gut hingekriegt"), Respektlosigkeit ("Was ist das wieder für eine dumme Idee?"), abschätzigen Humor ("Seit wann hast Du denn gelernt, einzuparken?") oder auch, indem ein Partner den anderen verhöhnt ("Du brauchst nicht gleich wieder so hysterisch zu werden."). Nach Einschätzung von Gottman ist Verachtung der gefährlichste der "vier apokalyptischen Reiter". Sie blockiert jegliche konstruktive Behandlung partnerschaftlicher Probleme.

3. Verteidigung

Man könnte auch sagen: Ablehnung von eigener Verantwortung. Schuld ist immer der andere. Gottmann zeigt dies an einem grotesken Beispiel: Sie geht im Swimming-Pool schwimmen, mit teuren, aber nicht sonderlich stabil befestigten Ohr-Clips. Einer geht verloren. Schuld daran ist ihr Mann: Er hätte sie ja warnen bzw. überreden müssen, dass sie die Clips nicht anlegt.

4."Mauern"

Der Partner zieht sich zurück, körperlich (geht aufs Zimmer), oder geistig (zappt am TV herum), seelisch (liest die Zeitung, sagt "Jaja meine Liebe"). Mauern tun vor allem Männer. Der Grund, das zeigten physiologische Messungen, liegt offenbar darin, dass Männer sich einer Auseinandersetzung nicht gewachsen sehen und sich hilflos zurückziehen. Dieser "Reiter" ist der harmloseste und kann durch Training beseitigt werden.

So weit, so schlecht. Nun werden Sie sagen: Gott(mann) sei Dank, mich betrifft das nicht. Betrifft Sie doch! Denn es gibt auch politische (Zwangs-)Ehen, die genauso aussehen wie Gottmanns zum Scheitern verurteilte Partnerschaften. Nehmen wir als Beispiel die "Ehe" zwischen Deutschland und Griechenland. Hier reiten mindestens drei tödliche Gestalten:

Verachtung: Griechen verachten Deutsche, weil die nicht leben können und an der Arbeit Spaß haben. Die Verachtung beruht auf Gegenseitigkeit; die zugehörigen Klischees brauche ich hier nicht aufzuzählen. Verteidigung: Die Griechen sind an ihrer Misere auf keinen Fall Schuld. Weder korrupte und/oder unfähige Politiker noch egoistische Reeder, die keine Steuern zahlen, sind in irgendeiner Weise für die Misslage verantwortlich. Schuld an allen ist ausschließlich Angela Merkel. Und die kann sich der Kritik nicht erwehren, da sie ja direkte Nachfolgerin von Hitler ist - mit solchen Menschen kann (und darf) keiner reden.

Wo wird diese Partnerschaft noch enden? Oder sollen wir lieber fragen: Wann?

Dieser Artikel (mit Abbildungen) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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