Notizen 049

Wenn der Rundbrief nicht richtig angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mein Wort zum Sonntag: Was ist Krankheit?

Die Mathematik ist eine seltsame Geistesdisziplin. Sie kann Dinge beweisen, die niemand interessieren, und Dinge erklären, die der Wissenschaft ein Rätsel bleiben. Heute zwei kuriose Erkenntnisse aus dem Bereich des Kopfhaars.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Wunderdiät die keine is(s)t

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt: Alle Diäten sind wirkungsvoll, eine zeitlang. Dann ist es mit dem beabsichtigten Effekt vorbei. Man nimmt wieder zu. Oft mehr als zuvor. Dabei gibt es eine wirklich wirkungsvolle Diät. Ein persönlicher Erlebnisbericht.

Wer es schon probiert hat, der kennt den sogenannten Jojo-Effekt: erst abnehmen, dann zunehmen, und zwar mehr als die Abnahme. Zahlreiche Untersuchungen haben auch gezeigt, dass die (für manche Diäten typische) einseitige Ernährung zu Mangelerscheinungen führt. Aber vielleicht liegt es gar nicht an der Art der Nahrung, sondern daran, wann wir sie aufnehmen? Ein altes Sprichwort sagt: Iss in der Früh wie ein König, mittags wie ein Bürger, abends wie ein Bettler. Ernährungswissenschaftler bestätigen die alte Volksweisheit und sagen: Was nach 16 Uhr gegessen wird, bleibt über Nacht im Magen liegen, wird also nicht zerlegt und verdaut, sondern reichert den Fettgehalt des Körpers an.

Aha. Und was ist dann mit gewissen südlichen Völkern, vornehmlich Spanier, Franzosen und Norditaliener? Die ernähren sich, nach diesen Erkenntnissen, völlig falsch und sind dennoch schlank. Der Franzose verzehrt morgens sein Haferl Kaffee und ein Croissant (der Österreicher nennt es "Kipferl"). Beim Italiener ist es ein Cappuccino samt Mini-Brötchen. Richtig gegessen wird ohnedies abends - gegen 22 Uhr. Und dann auch richtig. Zudem wird niemand behaupten, Weißbrot und Spaghetti gehörten zu den Schlankmachern. Was ist da los? Haben die Wissenschaftler falsch gemessen oder gerechnet?

Nicht direkt. Das mit der Zeit stimmt, aber anders, als Volksmund und Wissenschaft meinen. Wichtig ist nicht die Zeit der Nahrungsaufnahme, sondern die Zeit, die man sich dafür nimmt. Für Südländer ist das Essen eben nicht nur eine Methode, in möglichst kurzer Zeit den Hunger zu beseitigen, sondern ein Ritual, ein Fest, eine Gelegenheit zum fröhlichen Zusammensein. Und das scheint der entscheidende Aspekt zu sein!

Aus dieser Erkenntnis kann man nun eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Diät konstruieren, die bei jeder beliebigen Ernährung angewendet werden kann: Iss mit halber Geschwindigkeit. Die erstaunliche Folge dieser Methode liegt darin, dass man zur gleichen Zeit aufhört wie auch sonst, aber dann nur die Hälfte gegessen hat, ohne Zwang oder Beschränkung.

Doch jetzt kommt das große Aber: Wie soll man sich Zeit zum Essen nehmen, wo die Firmen in Deutschland einem dafür keine Zeit lassen? Ich erinnere mich noch gut an meine Arbeit bei Siemens, da hatten wir exakt 35 Minuten Mittagspause. Zehn Minuten brauchten wir, um durch die langen Gänge zur Kantine zu gelangen. Zehn Minuten stellten wir uns an, zehn weitere Minuten brauchten wir für den Heimweg. Auch ohne höhere Mathematik kann sich der geneigte Leser/die geneigte Leserin ausrechnen, wieviel Zeit zur eigentlichen Nahrungsaufnahme blieb!

Also ist das hastige Hinunterwürgen, um ein vielzitiertes Wort der Kanzlerin zu verwenden, "alternativlos"? Müssen wir jetzt warten, bis die Kanzlerin, nach Konsultation mit dem französischen Ministerpräsidenten, den Ausstieg aus der Fastfood-Gesellschaft öffentlich verkündet und die Regierung entsprechende Gesetze verabschiedet? Das könnten wir tun, aber vielleicht gibt es ja doch Alternativen.

Da ich die Hinunterwürgerei von zu Hause nicht gewohnt war, verweigerte ich mich dem in Deutschland üblichen Fastfood-Getue. Beim Essen war ich immer der letzte, und als alle schon längst wieder Geschäftigkeit im Großraumbüro verbreiteten, schlenderte ich in die Bibliothek, wo ich auf einem extrem niedrigen Sessel mit extrem geneigter Lehne meinen Mittagsschlaf absolvierte, sodass sich die Mittagspause auf bis zu 1 ½ Stunden dehnte. Das Ergebnis? Ich wurde nachgeahmt, bis man die bequemen Stühle aus der Bibliothek entfernte. Irgendwelche beruflichen Nachteile hatte ich nicht, meine Arbeit litt nicht darunter, im Gegenteil.

Was ich damit sagen will: Eingefahrene Verhaltensweisen ändern sich nicht immer dadurch, dass wir auf ein Machtwort der Kanzlerin warten. Manchmal müssen wir selbst die Initiative ergreifen. Wer etwas selbstbewusst oder, noch besser, ganz selbstverständlich tut, wird meist auch anerkannt.

Dieser Artikel (mit Abbildungen) erschien hier.

 -Peter Ripota-
  --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

---------------------------------------------------------------------

Wenn Sie den Rundbrief in Zukunft nicht mehr erhalten wollen, können Sie Ihre E-Mail-Adresse hier aus dem Verteiler löschen:

http://stereo.peter-ripota.de/newsletterabonn-de-3502.html

Impressum: Angaben gemäß § 5 TMG:
Peter Ripota, Gertrud-Bäumer-Str. 2, 80637 München
Kontakt: Telefon: 089 1596198, E-Mail: tango@peter-ripota.de
Umsatzsteuer-ID: 67 189 153 024
Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Peter Ripota, Gertrud-Bäumer-Str. 2, 80637 München