Notizen 040

Wenn der Rundbrief nicht richtig angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mein Wort zum Sonntag: Wir Einzelkinder

Einzelkinder seien egoistisch und verantwortungslos, sagt man. Und es werden immer mehr. Wird unsere Gesellschaft in Zukunft von asozialen Egozentrikern beherrscht?
 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mein Wort zum Sonntag: Werden wir immer unhöflicher?

 

Nicht nur im Netz finden immer häufiger sogenannte "Shit"-Stürme statt, mit denen Menschen bewusst und systematisch niedergemacht werden. Viele beklagen auch im täglichen Leben eine zunehmende Unhöflichkeit und Brutalität im Umgang miteinander. Trifft das zu? Wenn ja, was sind die Ursachen, was kann man dagegen tun?

In einem bemerkenswerten Essay im Spiegel schreibt der Autor Jörg Schindler: "Wo immer man hinkommt, die Rüpel sind schon da." Und er zitiert den ehemaligen STERN-Herausgeber Michael Jürgs: "Millionen haben sich im 'Verein zur Verwahrlosung der Sitten und Gebräuche' in die Mitte der Gesellschaft gepöbelt." Die Beispiele aus Schulen, vom Fußballfeld und aus dem Alltagsleben brauche ich hier nicht zu erwähnen; die kennt jeder selbst. Und so ganz neu ist die Sache ja auch nicht. Schon Altbundeskanzler Helmut Schmidt sprach von einer 'Ellbogengesellschaft', in die wir zusehends rutschen. Der Ausdruck wurde 1982 zum (Un-)Wort des Jahres gewählt. Die Folgen: eine Verrohung der Sitten, rüpelhafter Umgang mit anderen (nicht nur mit denen, die man nicht mag!), Respektlosigkeit und Herabwürdigung der Mitmenschen bis hin zum Mobbing und körperlicher Gewalt.

Einer der schlimmsten Rüpeltypen, Vorbild für Millionen Jugendliche, ist Dieter Bohlen ("Deutschland sucht den Superstar"). Er hat öffentliche Pöbeleien in die Mitte der Gesellschaft getragen, zusammen mit anderen seiner Art (z.B. Stefan Raab). Doch wir brauchen keine Namen zu nennen. Schauen Sie sich irgendeine deutsche Serie an, ob "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" oder "Tatort": Wie die Menschen da miteinander umgehen, stets aggressiv, stets beleidigt, da muss man sich nicht wundern, dass die Menschen, für die solcher TV-Kram Vorbildfunktion hat, sich ebenso benehmen.

Ist die Sache weltweit zu beobachten, oder spielt die deutsche Kulturtradition da auch eine Rolle? Andere Kulturen jedenfalls verhalten sich anders. Beispiel: Ein Bekannter von mir, er stammt aus Irland, machte mit seiner Familie Urlaub in seinem Heimatland. Einige Tage nach seiner Rückkehr nach München fragte ihn seine kleine Tochter: Papa, warum sind die Menschen hier so böse? In Irland, so erklärte mir mein Bekannter, würde man sich für jede unabsichtliche Berührung entschuldigen. In München kriegt man den Stinkefinger, wenn der Stinke-Rüpel jemand auf der Straße behindert. Und der Kampf aller gegen alle (Radfahrer, Fußgänger, Autos) wird schon seit längerem beklagt.

Höflichkeit ist was Schönes, darum ist ein Aufenthalt in einem deutschsprachigen Nachbarland immer ein Labsal. Doch Höflichkeit kann auch reichlich irritierend wirken, wenn sie uns völlig fremd ist. So sollen in Tokyo Taxifahrer ihre sprachunkundigen Kunden mitten in der Einöde aussetzen, mit dem Hinweis, sie wären am Ziel, um sie dann alleine stehen zu lassen, nur weil sie zu 'höflich' sind, ihr Nichtwissen bezüglich des Zielortes zuzugeben. Ein Bekannter von mir, ein Künstler, war zu einer Kunstausstellung in Korea eingeladen gewesen. Er wurde am Flughafen freundlich empfangen, doch als er die Kunsthalle sehen wollte, kam immer irgendwas dazwischen. Bis er nach ein paar Tagen endlich herausbekam: Die Ausstellung war schon lange abgesagt, aber aus Höflichkeit hat ihm das keiner mitgeteilt. Der dritte Fall ist besonders krass: Eine Bekannte heiratete jemand aus einer traditionellen Gesellschaft, in der Höflichkeit oberstes Gebot ist. Da ihr Mann ihr nur Dinge sagen darf, die sie (seiner Meinung nach) nicht verletzten, beantwortet er ihre Fragen (nach Aufenthalt, Absicht oder Motive seiner Handlungen) immer sehr fantasievoll, aber nie wahrheitsgemäß. Was einer gedeihlichen Beziehung ziemlich im Wege steht.

Zurück zur zunehmenden Unhöflichkeit. Am schlimmsten sind wohl die Rüpeleien im Internet, sehr drastisch als "Shitstorms" (zu deutsch: "Scheißstürme") bezeichnet. Hier wird unter dem Schutzmantel der Anonymität der andere fertig gemacht, ob man ihn kennt oder nicht. Und den meisten scheint gar nicht klar zu sein, was sie da anrichten. Schließlich machen es andere auch, sogar offizielle Parteien. Was man dagegen tun kann? Sie sind gefragt!

Dieser Artikel (mit Abbildungen) erschien hier.

 -Peter Ripota-
  --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

---------------------------------------------------------------------

Wenn Sie den Rundbrief in Zukunft nicht mehr erhalten wollen, können Sie Ihre E-Mail-Adresse hier aus dem Verteiler löschen:

http://stereo.peter-ripota.de/newsletterabonn-de-3502.html

Impressum: Angaben gemäß § 5 TMG:
Peter Ripota, Gertrud-Bäumer-Str. 2, 80637 München
Kontakt: Telefon: 089 1596198, E-Mail: tango@peter-ripota.de
Umsatzsteuer-ID: 67 189 153 024
Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Peter Ripota, Gertrud-Bäumer-Str. 2, 80637 München