Notizen 039

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 Das Schwarze Loch lebt! 

Liebe Freunde seltsamer Ideen!
Auch wenn ich wieder in meinem Schwarzen Loch verschwunden bin, ich war dort nicht untätig. Jede Woche schrieb ich mein "Wort zum Sonntag" für das soziale Netzwerk Seniorbook. Aber da nicht jedermann dort Mitglied ist oder sein wird, werde ich jetzt mehr oder minder regelmäßig zwei Artikel verschicken:

(1) Das neueste "Wort zum Sonntag", aber nur den "Teaser" mit Verweis auf den vollständigen Artikel auf Seniorbook.

(2) Ein "Wort zum Sonntag" von vor längerer Zeit (vollständig), das aber immer noch aktuell ist.

Heute also: 

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Mein Wort zum Sonntag: Ist uns Conchita Wurst?

Nach dem überwältigenden Sieg einer Showbusiness-Kunstfigur namens "Conchita Wurst" beim "Eurovision Song Contest" stellt sich die Frage: Sind die Bürger Europas toleranter als ihre Herrscher? Und sind die Österreicher toleranter als die anderen Völker?
 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Mein Wort zum Sonntag: Was ist Zufall?

Zahlreiche Philosophen, Psychologen und Mathematiker haben sich Gedanken über das Wesen des Zufalls gemacht. Persönliche Erlebnisse zeigen: Das äußerst Unwahrscheinliche wird gelegentlich wahr!

Ein süddeutscher Sprachforscher und Philosoph, fälschlicherweise als "Komiker" kategorisiert, hat sich in einer bemerkenswerten Abhandlung auf seine hintersinnige Weise mit dem Problem der Definition von "Zufall" beschäftigt. Der Name des Denkers: Valentin Frey, Künstlername: Karl Valentin. Zusammen mit seiner ständigen Partnerin Liesl Karlstadt steht er an einer Straßenkreuzung und unterhält sich mit ihr. Da kommt zur gleichen Zeit ein Radfahrer herangefahren, und ein Flugzeug fliegt über die beiden (Flugzeuge waren damals eher eine Seltenheit). Und nun beginnt ein Streitgespräch darüber, ob dies Zufall war oder nicht. Also: Was ist Zufall?

Die Wissenschaftler unterscheiden zwei Arten von Zufall. Der eine bedeutet: Ich kann ein Ereignis in keiner Weise voraussagen, ich muss mich mit Wahrscheinlichkeits-Aussagen und Statistiken begnügen. Beispiel: Wir wissen nicht, wann ein radioaktives Atom zerfällt, aber möglicherweise ist dieses Nichtwissen zeitlich bedingt, und eines Tages finden wir eine Formel, die uns den Zerfall eines einzelnen Atoms voraussagt. Dann ist der Zufall einer kausalen Notwendigkeit gewichen.

Die zweite Definition ist ebenfalls statistischer Natur, diesmal aber ohne Kausalität. Wir setzen eine Verteilung von Ereignissen voraus, und wenn ein bestimmtes Ereignis von dieser Verteilung erheblich abweicht, sind wir schockiert und rufen: So ein Zufall aber auch! Beispiel: Im Roulette erscheinen rot und schwarz mit gleicher Wahrscheinlichkeit und damit - langfristig - auch mit gleicher Häufigkeit. Wenn aber 15-mal hintereinander die Kugel in ein rotes Feld fällt, sind wir erstaunt und glauben an Manipulation. Muss aber nicht sein - erst bei einer Million Würfen können wir voraussetzen, dass ungefähr 500 000 Mal rot und ebenso oft schwarz erscheint.

So gibt es im Leben unwahrscheinliche Zusammentreffen, die wir gelegentlich einer höheren Macht zuschreiben, ob zu Recht oder nicht, das sei dahingestellt. Wie schon in einigen anderen Beiträgen habe ich wieder meine Tagebücher durchwühlt und einige höchst unwahrscheinliche Zufälle gefunden. Vorhang auf.

Bisher war der kleine traurige Hund, den meine Kinder auf einem Oktoberfest geschossen hatten, immer brav im Auto mitgereist. Doch vor der Heimfahrt vom Besuch einer Bekannten war er umgestürzt, und ich wusste sofort, das bedeutet einen Autounfall. So war es auch: Ich schlief während der Fahrt kurz ein und rammte leicht (auf der Autobahn) den linken Randstein. Nichts war passiert, aber es hätte eine Menge passieren können!

Ich hatte mich mit einer Dame für einen bestimmten Abend verabredet, aber sie war telefonisch nicht zu erreichen. Schlimmer noch: Sie wohnte gar nicht mehr dort, und ich kannte ihre neue Adresse nicht. Als ich Nachmittag zum Einkaufen fahren wollte, musste aber wieder umkehren, weil ich meine Monatskarte vergessen hatte, obwohl ich auch ohne die fahren konnte. Ich überlegte noch, was für einen Sinn das wohl habe, und da stand die Gesuchte auf der gegenüberliegenden Straßenseite!

Als Jugendlicher fuhr ich im Zug zu Verwandten in den Süden. Der junge Schaffner war ein Verwandter von mir. Irgendwann brachte er mir ein Taschenbuch mit rotem Umschlag und Kriminalgeschichten, das er auf einem Sitz verlassen gefunden hatte. Die erste, "Don't look now", war auch die beste. Da beschreibt ein wahnsinniger Mörder seinen nächsten Mord, und zwar am Leser genau dieses Buchs. Das Pikante: Mein Verwandter sagte mir, in diesem Zug wäre ein Passagier spurlos verschwunden!

Eines Tages lief mir eine schwarze Katze zu, die nicht von mir wich und unbedingt in meine Wohnung wollte. Genau an diesem Tag kam eine Schülerin (Tango), die diesmal ihren Hund mitgebracht hatte. Nie zuvor oder danach kam ein einziges Tier zu mir, jetzt an einem Tag gleich zwei, die sich nicht mochten!

Haben Sie auch so was erlebt?
Dieser Artikel (mit Abbildungen) erschien hier.

 -Peter Ripota-
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Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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