Notizen 035

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Ist Krebs eine Krankheit?

 

Lächerliche Frage. Natürlich, und außerdem eine ziemlich üble. Nun ja. Wie so oft im Leben existieren auch hier Vorstellungen, die wir am besten als "Mythen" bezeichnen. Über die Krankheit Krebs gibt es allgemein verbreitete Mythen, und die lauten etwa so:
Krebszellen sind "Asoziale". Sie machen sich eines Tages selbständig, weil sie sich nicht mehr in den Zellverband eingliedern wollen. In ihrem anarchistischen Bestreben nach individueller Freiheit zerstören sie rücksichtslos das "gute" Gewebe im Körper, breiten sich hemmungslos aus, und ihr Wildwucher ist schließlich nicht mehr aufzuhalten. Glücklicherweise gibt es die Polizei des Körpers, die Abwehrzellen. Sie treten schnell auf den Plan, nehmen den Kampf mit den aggressiven Killerzellen auf und vernichten, wenn's gut geht (und sie von außen unterstützt werden), das Böse, das sich da im Körper ausbreiten will. Um Krebs zu bekämpfen, muss man also diesen Kampf unterstützten.
Klingt einleuchtend, nicht wahr? Die Geschichte hat nur einen kleinen Haken: Es ist alles falsch! Krebszellen sind nicht aggressiv, die Killerzellen des Immunsystems sind es. Krebszellen sind nicht anarchistisch, sondern erfüllen einen guten Zweck (zumindest zu dem Zeitpunkt, da sie entstehen). Krebs kann man nicht durch Vernichtung der Krebszellen bekämpfen, sondern man muss an den Wurzeln ansetzen. Und die sind schon seit den Zwanzigerjahren bekannt. Der deutsche Arzt Otto Heinrich Warburg (1883-1970) hat sie entdeckt und dafür 1931 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin erhalten. Seitdem sind sie vergessen.
Was Sie da oben in Kursiv-Schrift gelesen haben, ist nicht etwa die Beschreibung einer Krankheit, sondern die mythische Erfassung einer gesellschaftlichen Situation. Machthaber bangen um ihre Macht; Feinde sind Terroristen (Krebszellen) und Anarchisten. Glücklicherweise gibt es ein Polizeisystem (Immunsystem), welches die Bösen mit Hilfe von Spitzeln und Hinweisen aus der Bevölkerung erfasst (Helferzellen) und sie im Großeinsatz bekämpft (Makrophagen). Falls das nicht reicht, hetzt man eine Anti-Terror-Spezialeinheit auf sie, die aber oft erst noch geschaffen werden muss (monoklonale Antikörper). Das Ergebnis: Die Vernichtung des Bösen (Operation, Bestrahlung), bis auf ein paar Entkommene, die im Untergrund immer noch ihr Unwesen treiben. Sollte das ganze Volk zum Aufstand aufgehetzt werden (Metastasen), muss man rücksichtslos durchgreifen, notfalls einen Bürgerkrieg riskieren (Kampf dem Krebs). Das oberste Ziel lautet: Friede (Befundfreiheit), um jeden Preis (Tod).
Doch in Wirklichkeit ist alles ganz anders. Der Mensch braucht, wie jedes Lebewesen, Energie. Sie wird durch Oxidation, eine langsame Verbrennung von Nahrung, hergestellt. Beteiligt daran ist jede einzelne Zelle. In den Mitochondrien, den Energiezentren innerhalb der Zellen, wird mit Hilfe von Enzymen Sauerstoff schrittweise gebunden. Das jedenfalls ist der Normalfall.
Aus Gründen, die wir noch nicht genau kennen, kann es zu Störungen dieser Prozesse kommen. Sei es, dass Enzyme versagen oder infolge fehlender Magnetfelder (Isolation durch Stahlbeton!) nicht mehr richtig funktionieren. So kann es passieren, dass die Energieversorgung zusammenbricht. Das bedeutet aber noch nicht das Ende der Zelle. Lebewesen sind trickreich und wissen sich auch in Notlagen zu helfen. So greift in diesem Fall die Zelle auf eine Methode zurück, die uralt ist und ebenfalls Energie liefert. Es ist die Gärung, die auch dann auftritt, wenn Muskelzellen überbeansprucht wurden. Die Nebenprodukte der Gärung - hauptsächlich Milchsäure - lagern sich dann in den Muskeln ab, und das spüren wir als Muskelkater.
Leider hat die Energieversorgung durch Gärung einen Nachteil, der sich letztenendes als tödlich erweist: Sie ist nicht effektiv genug. Gärung liefert nur ein Zehntel der Energie, die normalerweise durch Oxidation entsteht. Auch hier weiß sich die auf Gärung umgeschaltete Zelle zu helfen: Sie wird größer. Aber dabei ändert sie auch ihre Form, kann sich im Zellverband nicht mehr richtig halten und löst sich los. Sie gibt ihre Botschaft: Produziert mehr Energie! auch an andere Zellen weiter, und so kommt eine Lawine in Gang, die gut gemeint war und böse endet. Denn so ist das Problem nicht lösbar.
Wenn wir wieder die Terminologie unseres Polizeiberichts verwenden, dann müssen wir Krebszellen als die Guten einstufen, denn sie versuchen ja, den Körper zu retten. Und wir sehen auch, dass ihre Vernichtung nichts bringt, denn das Grundproblem - die Störung der Energieversorgung auf Zellniveau - ist damit in keiner Weise gelöst. Wie man dieses Problem mit den Mitteln der klassischen Medizin lösen soll, weiß ich auch nicht. Das herauszufinden ist Aufgabe der Mediziner und Forscher. Gelder dafür bekommen sie ja genug. Möglicherweise geht es nicht um die radikale Entfernung dieser Zellen (wenn es ohnedies zu spät ist), sondern um rechtzeitige Maßnahmen zur Überwindung der "inneren Energiekrise". Und darüber könnten uns die Forschungen des vergessenen Gelehrten einige Hinweise geben.

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 -Peter Ripota-

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Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

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