Notizen 027

Wenn der Newsletter nicht richtig angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

Männer und Frauen ...
... passen einfach nicht zusammen 
 

Weihnachten steht vor der Tür, das Fest der familiären Harmonie. Indes, wie schon der große Deutsche Universalkünstler Vicco von Bülow alias Loriot herausgefunden und in unzähligen Sketchen drastisch dargelegt: Es geht nicht. Denn Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen. Vor kurzem las ich das Buch von Dietrich Schwanitz mit dem Titel: "Männer: Eine Spezies wird besichtigt" - und staunte über die Genauigkeit, mit der er die Verhaltensweisen von Männern und Frauen beschreibt. Denn ich erinnerte mich an unsere Mittagstischrunden bei P.M., und dort war's genauso, wie Schwanitz beobachtet hat.


Es bildeten sich in der Kantine, zumindest in unserer Redaktion, immer reine Männer- und Frauentische. Am Männertisch ging es darum, den anderen durch Frotzeleien und hinterhältige Vorwürfe dazu zu bringen, etwas Witziges und/oder Schlagfertiges von sich zu geben. Je verblüffender die Gegenrede, desto höher das Ansehen. Persönlich waren die Angriffe nie gemeint. Es herrschte ein Klima der Ellbogen-Kameradschaft: ein bisschen anstoßen, zurück stoßen, ein Spiel treiben, wo einer einen Zug macht und der andere einen Gegenzug. Das war's.
Am Frauentisch herrschten ganz andere Verhältnisse. Da wurde über Kinder, Krankheiten und Ehemänner geredet, und auch die Beziehungen in der Firma kamen nicht zu kurz. Informationen machten die Runde, niemand wurde angegriffen, frau unterstützte sich gegenseitig mit Ratschlägen und mitfühlenden Bemerkungen.
So weit, so gut. Die Katastrophe trat ein, wenn sich eine Frau an den Männertisch setzte oder ein Mann an den Frauentisch verirrte, meist nur deshalb, weil der eigene Tisch voll war und man/frau nicht allein oder bei Fremden sitzen wollte. Als einmal eine unserer Frauen zu den Männern kam, wurde sie gleich auf die übliche Weise begrüßt - sozusagen in die Runde aufgenommen - wie es dort eben üblich war: mit Frotzeleien und persönlichen, aber keineswegs persönlich gemeinten Vorwürfen. Und die Frau reagierte, wie keiner erwartete: empört, aggressiv; sie konnte sich nicht beruhigen und ging dann mitten im Essen weg. Keiner der Männer wusste, warum, denn niemand hatte ihr was getan.
Als mal ein Mann an den Frauentisch kam, wurden die Sozialisierungsbemühungen unserer Gesellschaft erst recht sichtbar. Der Mann klinkte sich in keiner Weise in die bestehenden Gespräche ein, sondern fing sofort an, irgendeinen Scheißdreck zu erzählen, der nur ihn interessierte - und alle hörten unterwürfig zu. Die Gespräche erstarben abrupt, der Alleinunterhalter war nicht mehr zu bremsen. Auch der zaghafte Versuch meinerseits, wieder typische Frauenthemen anzusprechen, schlug fehl. Die Frauen zeigten sich kollektiv unterwürfig und sagten nichts mehr.
Nun könnte das ein Generationenproblem sein. Doch vor einiger Zeit hörte ich am Nebentisch die Unterhaltung zweier junger Männer und einer jungen Frau. Und es ging genauso zu wie an der gestörten Frauenrunde: Die Männer plauderten über Autos und Elektronik, die Frau hörte zu und sagte nichts. Hat sich denn durch die Aufklärungskampagnen von Schwarzer und Co. nichts in den Köpfen geändert?

 

Wenn Sie meine früheren Notizen kennen lernen oder nochmals lesen wollen, Sie finden diese im Archiv


 -Peter Ripota-
 

Meine Webseite

Schwarze Löcher wurden von Karl Schwarzschild 1916 theoretisch aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein abgeleitet. 1967 schuf John Archibald Wheeler den begriff "Schwarzes Loch" für diese Gebilde. Schwarze Löcher verschlucken alles für immer, Materie, Energie, Strahlung und Information. 1974 publizierte Stephen Hawking eine Hypothese, wonach Schwarze Löcher auch verdampfen können ("Hawking-Strahlung"), und in seinem Buch "Das Universum in der Nussschale" äußerte er die Annahme, dass Schwarze Löcher bei ihrem Ableben die gesammelte Information wieder ausspucken.

---------------------------------------------------------------------

Wenn Sie den Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten wollen, können Sie Ihre E-Mail- Adresse hier aus dem Verteiler löschen:

http://stereo.peter-ripota.de/newsletterabonn-de-3502.html

Impressum: Angaben gemäß § 5 TMG:
Peter Ripota, Gertrud-Bäumer-Str. 2, 80637 München
Kontakt: Telefon: 089 1596198, E-Mail: tango@peter-ripota.de
Umsatzsteuer-ID: 67 189 153 024
Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Peter Ripota, Gertrud-Bäumer-Str. 2, 80637 München