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Wer war Jack the Ripper?

Wen soll das heute noch interessieren, wo doch so viele Massenmörder frei herumlaufen? Aber der Fall "Jack the Ripper" zeigt wieder einmal, wie sehr sich unsere Vorstellung von Geschichte von dem unterscheidet, was wirklich war.
Seit über hundert Jahren rätseln Hobbyforscher, wer sich hinter dem Namen für den Londoner Serienmörder verbirgt, der in der Zeit vom 31. August bis zum 9.November 1888 sechs Prostituierte ermordete und verstümmelte. Das Seltsame daran: Damals wusste jeder, wer Jack the Ripper war! Er hieß Francis Tumblety und lebte von 1833 bis 1903 in den USA und in Kanada. Von Beruf war er Verkäufer von Pornoheften (schon als Jugendlicher), Sammler von weiblichen Genitalien (die er in Marmeladegläsern in Alkohol aufbewahrte und bei Vorträgen stolz präsentierte) sowie Quacksalber. Nebenbei muss er wohl auch einige Prostituierte ermordet und ausgenommen haben.
Zur Zeit der Morde in Whitechapel befand er sich in London, wo er zweimal verhaftet wurde. Man ließ ihn gegen Kaution wieder laufen, und Tumblety verließ am Tag nach dem letzten Mord fluchtartig England per Schiff in Richtung Heimat. In New York wurde er von seinen Fans mit Transparenten empfangen, auf denen stand:


WELCOME BACK HOME JACK THE RIPPER


Die amerikanische Polizei hatte nichts gegen ihn vorliegen, so entkam er in Kanada den Nachstellungen von Scotland Yard. Dort übte er seinen Beruf und anscheinend sein Hobby weiterhin aus, bis er friedlich starb.
Aber warum weiß das heute niemand? Stewart Evans hatte in den 1990-er Jahren einen Stapel Briefe bei einem Antiquitätenhändler erworben, in denen der damalige Chefinspektor John G. Littlechild 1913 den "Dr. T." als Hauptverdächtigen bezeichnete. Weitere Recherchen ergaben, dass Tumblety mit hoher Wahrscheinlichkeit der Ripper gewesen ist. (Zu diesem Ergebnis kamen auch die Recherchen von 'Galilei Mystery'.) Im Nachlass Tumbletys fand man beispielsweise zwei Fingerringe, die der Beschreibung zweier Ringe ähneln, die das Opfer Anne Chapman besessen hat und die nach ihrer Ermordung fehlten. Für Scotland Yard und damit für ganz England war es eine Schande, diesen Serientäter entkommen zu lassen. Vermutlich deshalb wurde die Angelegenheit vergessen, und die Medien machten mit, denn wer will schon das eigene nationale Nest beschmutzen.
Wer sich nun über mangelnde Gerechtigkeit empört, der sollte den Fall eines echten, sadistischen Massenmörders bedenken, der nach dem Ende seiner Tätigkeit mit Hilfe des Vatikan seinen Verfolgern entkam und ein friedliches Leben in einem lateinamerikanischen Land führte. Gemeint ist der KZ-Arzt Adolf Mengele. Gegen den war der Ripper ein Waisenknabe.  

-Peter Ripota-
Illustration: Virgil Finlay

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